Hessenliga: Schwalmstadt verliert erneut 0:4 – Zwei Platzverweise und zwei Verletzte

„Es tut nur noch weh“

Sichtlich ratlos: Schwalmstadts Spielertrainer Christoph Keim konnte einem nach seiner Verletzung und den abermals anfängerhaften Gegentoren gegen Darmstadt nur noch leidtun. Foto: Hahn

Ziegenhain. Noch 55 Tage gehört der 1. FC Schwalmstadt zur Fußball-Hessenliga. Acht Spiele hat das Team von Trainer Christoph Keim vor der Brust, ehe es von der (wohl) bittersten Runde der Vereinsgeschichte am 23. Mai nach der Partie gegen Bayern Alzenau erlöst werden wird. „Ich bin einfach froh, sobald es vorüber ist. Wenn man sich sogar so klar vom Tabellenvorletzten den Schneid abkaufen lässt, tut das nur noch weh“, machte Steven Preuß nach der 0:4 (0:2)-Niederlage des FCS gegen RW Darmstadt und damit dem gleichen Resultat wie im Hinspiel aus seinem Herzen keine Mördergrube.

13:73 Tore bei nur sechs Punkten aus 24 Begegnungen haben immer tiefere Spuren hinterlassen. In der Form beispielsweise, dass die Trommler unter den nur noch 80 Zuschauern im Herbert-Battenfeld-Stadion im Kellerduell ihren Dienst quittierten. Nicht einmal die Holzrasseln waren zu hören. „Wie eine Schülermannschaft“ ärgerten sich die wenigen treuen Seelen auf der Haupttribüne, während ein neutraler Zuschauer aus dem Kellerwald haderte: „Und dafür haben ich sieben Euro Eintritt gezahlt.“

Verständnis für die tristen 90 Minuten am Samstag hatte immerhin RW-Innenverteidiger Fabian Windeck: „Die Luft bei denen ist halt raus. Da ist es schwierig, sich zu motivieren.“ Zumal neben den Langzeitverletzten wie Nico Langhans und Peter Liebermann kurzfristig Torwart Julian Wehlmann (Schulterbeschwerden), Timo Brauroth (Pferdekuss) und Kevin Kutzner (noch nicht fit) fehlten. Dazu gesellten sich gegen Darmstadt Spielertrainer Keim, der nach 15 Minuten mit einer Wadenverhärtung ausschied, und Führungsspieler Preuß, der sich bei einer Grätsche gezerrt hatte (48.).

Zu diesem Zeitpunkt war allerdings praktisch alles gelaufen. Erst hatten die Gastgeber mit Mirkan Kara den „kleinsten Mann auf dem Platz“ (Zitat Keim) übersehen, so dass dieser freistehend zum 1:0 traf (26.). Ebenso anfängerhaft präsentierte sich die Abwehr beim zweiten Treffer, für den Andreas Klug per Abstauber nach einem Kara-Freistoß verantwortlich war (30.).

Und weil das an Unglück aus FCS-Sicht nicht ausreichte, rückte Schiedsrichter Glaser in der fair geführten Partie unnötig in den Vordergrund und schickte Rolf Sattorov wegen Meckerns und für ein harmlosen Foulspiel im Mittelfeld binnen zwei Minuten mit der Gelb-Roten Karte zum Duschen (51.). „Bis zum Sommer wird das für uns alle eine ganz schwierige Situation bleiben“, weiß Keim. Die weiteren Gegentore und die zweite Gelb-Rote Karte waren da nicht mehr als Randnotizen.

Von Sebastian Schmidt

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