Torwart bestreitet für Vellmar gegen Lehnerz letztes Spiel – weitere Spieler werden verabschiedet

Orth hört auf – bleibt OSC aber erhalten

Zieht sich Samstag noch einmal für den OSC die Torwartschuhe an: Tobias Orth (rechts, hier mit Kapitän Christian Wollenhaupt). Foto: Fischer

Vellmar. Der sportliche Wert des letzten Saison-Heimspiels ist überschaubar. Die Fußballer des Hessenligisten OSC Vellmar haben den Klassenerhalt schon vor dem Duell mit dem Tabellenfünften TSV Lehnerz am Samstag ab 15 Uhr sicher. Dennoch dürfen sich sich die Zuschauer noch auf einen emotionalen Nachmittag auf dem Sportplatz am Schwimmbad freuen.

Der Torwart im Blickpunkt

Tobias Orth beendet seine Karriere – mit 30. Dass er seine Laufbahn zu einem für einen Schlussmann eher ungewöhnlich frühen Zeitpunkt beschließt, hat einige Gründe. Zum einen war er in den vergangenen beiden Serien wiederholt lange verletzt: Mittelfußbruch, Prellung am Mittelfuß, Oberschenkelprellung. „Ich möchte mehr Zeit haben für private und berufliche Dinge“, erklärt Orth, der als Großkundenbetreuer beim Autohaus Glinicke tätig ist. Ihm sei es nicht wichtig, ob er 200 oder 250 Hessenliga-Spiele vorweisen kann.

Ein Wechsel zu einem anderen Klub kommt für den Torhüter, seit 2009 beim OSC, nicht in Betracht. So ist absehbar, dass er dem Verein in anderer Funktion erhalten bleibt. „Wir wollen ihn in unsere Arbeit einbinden“, betont Manager Thomas Kneuer. Orth kann sich auch vorstellen, als Torwart-Trainer Chefcoach Mario Deppe zu unterstützen: „Dann wäre ich immer noch nah bei den Jungs. Und der OSC liegt mir wirklich am Herzen.“ Der 30-Jährige lebt mittlerweile in Vellmar. Dem letzten Auftritt blickt er mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits ist er froh, dass das Team in der Klasse bleibt. Andererseits hätte er es schöner gefunden, wenn „es für uns an diesem Tag noch um etwas gehen würde“.

Die Abschiede

Neben Orth werden noch eine Reihe Spieler verabschiedet: Hannes Peschutter und Marius Ehlert (nach Kaufungen), Martin Meuser (Lohfelden). Außerdem hat Jonas Springer signalisiert, den Verein zu verlassen. „Es werden gravierende Veränderungen geben“, erklärt Kneuer. Wer den Klub verstärken wird, steht noch nicht fest. Deppe besitzt einen Vertrag für die nächste Spielzeit. Elf Spieler haben bereits zugesagt: unter anderen Kapitän Christian Wollenhaupt und Enes Glogic.

Die Partie

Zwar hat das Kräftemessen mit Lehnerz wenig Bedeutung, Kneuer geht aber davon aus, dass sich die Mannschaft von ihrer guten Seite präsentieren wird: „Die Jungs wollen sich vernünftig aus der Saison verabschieden. Es sind alles gute Typen.“ Nach der Begegnung ist ein gemütlicher Ausklang im Klubhaus geplant – wobei auch das DFB-Pokalfinale zusammen geschaut wird.

Von Björn Mahr

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