Fußball-Hessenliga: Vellmar unterliegt Lehnerz nach intensivem Spiel 1:2

OSC-Heimfluch hält an

Abgefangen: Vellmars Thomas Müller (rechts) kommt gegen Sebastian Kress vom TSV Lehnerz einen Schritt zu spät. Foto:  Fischer

Vellmar. An den 6. Dezember 2014 denken sie in Vellmar wehmütig zurück. Damals am Nikolaustag feierten die Fußballer des OSC beim 3:1 gegen Schwalmstadt den bislang letzten Sieg in der Hessenliga vor eigenem Publikum.

Auch am Samstag hat es die Mannschaft von Mario Deppe nicht geschafft, den Heimfluch zu beenden. Gegen den TSV Lehnerz unterlagen die Nordhessen 1:2 (0:1) und müssen weiter um den Klassenerhalt bangen.

In Sachen Einsatz machte Deppe seinen Jungs keinen Vorwurf. „Wir haben alles gegeben. Aber es hat nicht gereicht“, sagte er nach 90 intensiven Minuten. Den Grund für die Niederlage hatte Vellmars Trainer ebenfalls parat. Lehnerz sei die ballsicherere Mannschaft gewesen, fasste Deppe zusammen. Sein Kapitän Christian Wollenhaupt drückte es so aus: „Die individuelle Klasse hat den Unterschied ausgemacht.“

Tatsächlich zeigten die Osthessen die bessere Spielanlage und hatten in Pierre Mistretta und Dominik Rummel zwei Offensivkräfte, die Vellmars Abwehr mehrfach durcheinanderwirbelten. Die Treffer für Lehnerz resultierten jeweils aus einer Co-Produktion der beiden. Vor dem 1:0 der Gäste war Mistretta nur durch ein Foul von Sebastian Wagener zu stoppen – Rummel verwandelte den fälligen Elfmeter eiskalt (38. Minute). Vor dem 2:1 legte Mistretta ein unwiderstehliches Solo hin, passte quer, und Rummel ließ OSC-Keeper Tobias Orth abermals keine Chance (65.).

Zwischenzeitlich hatte Vellmars Thomas Müller für das 1:1 gesorgt. Das geschah in der 59. Minute – und war im Grunde der erste und einzige Angriff der Gastgeber, bei dem der Ball mal über mehrere Stationen lief. Wollenhaupt hatte die Aktion über den rechten Flügel eingeleitet, Dominik Lohne flankte, und Müller setzte sich energisch gegen Lehnerz’ Schlussmann Aykut Bayar durch. „Wir hatten heute ein paar gute Minuten. Aber unterm Strich haben wir sie nicht in den Griff gekriegt. Die Niederlage ist verdient“, sagte der Torschütze.

Unmittelbar nach dem Ausgleich erarbeiteten sich die Vellmarer vor 200 Zuschauern am Sportplatz am Schwimmbad ein optisches Übergewicht – das waren die angesprochenen guten Minuten. Doch der Tabellenvierte blieb ruhig und nutzte die erste sich bietende Kontermöglichkeit zur erneuten Führung. „Das lief super für uns“, kommentierte TSV-Trainer Henry Lesser.

OSC-Trainer Deppe freute sich indes, dass sein Team am kommenden Wochenende frei hat. Die Kuriosität des Spielplans sieht vor, dass Vellmar als Nächstes in Lehnerz antreten muss. Es ist das Nachholspiel aus der Hinrunde. Die gute Nachricht aus OSC-Sicht: Die Partie ist auswärts.

Von Robin Lipke

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