Hessenliga: Lohfelden ärgert neuen Meister Dreieich – FSC holt Torwart Orth zurück

0:0 und ein paar Neue

Verstärkung für die nächste Saison: Am Rande des Spiels gegen Dreieich stellten FSC-Vorsitzender Willi Becker und Stellvertreter Megdi Tafoski (hinten von links) die Neuzugänge (vorn von links) Tobias Orth, Hüseyin Cakmak und Serkan Aytemür vor. Foto: Schachtschneider

Lohfelden. Der letzte viel beachtete Auftritt des Nachmittags in Lohfelden gehörte dem Meister. Nachdem die Fußballer des SC Hessen Dreieich von Hessenliga-Klassenleiter Jürgen Radeck für die Meisterschaft ausgezeichnet worden waren, sprintete Gäste-Trainer Rudi Bommer wie zu besten Profi-Zeiten einmal über das halbe Feld. Doch alle Mühe war vergebens: Auch er bekam von seinen Spielern eine kräftige Bierdusche verpasst.

Zumindest das eine oder andere Kaltgetränk hatte sich allerdings auch der gastgebende FSC Lohfelden verdient. Denn mit dem 0:0 gegen die Südhessen blieb das Team von Trainer Otmar Velte zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen. Ärgerlich nur: Aufgrund des direkten Vergleichs beendeten die Lohfeldener die Serie hinter den beiden Nachbarn vom KSV Baunatal und OSC Vellmar auf dem elften Rang. „Wir wollten einen einstelligen Platz, deshalb haben wir unser Saisonziel verfehlt“, stellte FSC-Vorsitzender Willi Becker ernüchtert fest.

Das letzte Spiel

Die Lohfeldener mussten zwar einige brenzlige Situationen überstehen. Aber die Hausherren schafften es dank taktischer und läuferischer Klasse auch immer wieder, sich vom Druck gut zu befreien und selbst Chancen zu kreieren. So hatte Tolga Ulusoy mit einem Lattenschuss (55.) sowie einem Freistoß (87.), den SC-Schlussmann Paul Jivan glänzend pariert hatte, Pech. Auch an einen Ball von Thomas Müller (73.) kam Jivan noch heran.

Der Saison-Höhepunkt

„Wir sind nach der Winterpause als Team noch enger zusammen gewachsen“, sagt Velte rückblickend. Bezeichnend also, dass seine Schützlinge in diesem Kalenderjahr 19 Punkte aus zwölf Partien holten. Dabei gelang es dem FSC, nach dem 3:3 im Hinspiel auch im zweiten Vergleich mit dem Titelaspiranten RW Frankfurt (1:1) einen Punkt zu erobern.

Der Saison-Tiefpunkt

Nach dem 2:1-Erfolg im vergangenen September im Hessenpokal gegen den KSV Hessen musste Lohfelden bei Abstiegskandidat Urberach ran und musste sich trotz 2:0-Führung mit einem 2:2 begnügen. Und auch nach der respektablen Leistung beim 1:4 im Viertelfinale gegen Drittligist Wehen-Wiesbaden bekam dem FSC die Umstellung auf das Liga-Geschäft nicht gut: 1:2-Heimpleite gegen Seligenstadt.

Die Aussicht

Am Rande der Partie gegen Dreieich präsentierten Willi Becker und sein Stellvertreter Megdi Tafoski die ersten Neuzugänge für die kommende Serie. So verpflichtete der Klub nicht nur Türkgücü-Torjäger Serkan Aytemür und Hüseyin Cakmak aus Baunatals A-Jugend, sondern holte auch Torwart Tobias Orth zurück. Der Noch-Sandershäuser, der eigentlich schon nach seiner Zeit in Vellmar seinen Rücktritt verkündet hatte, hat die Freude am Fußball wiederentdeckt: „Ich will wieder leistungsorientierter spielen und bin froh, in Lohfelden zurück zu sein.“

In der nächsten Serie kommen auch Enis Salkovic und Okan Gül (beide aus Vellmar) zum FSC. „Es wird einen großen Umbruch geben“, erläuterten Becker und Tafoski unisono. Als Abgänge stehen unter anderen Florian Heussner, André Schreiber Maximilian Blahout, Jaroslaw Matys, Demetrio D’Agostino und Thomas Müller fest.

Von Björn Mahr

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