Samstag kommt sein Ex-Klub

Packt er den Hammer aus? Ingmar Merle ist immer für ein Traumtor gut

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Verfügt über einen harten Schuss: Baunatals Ingmar Merle (im Vordergrund). Samstag trifft er auf seinen früheren Verein Eintracht Stadtallendorf.

Baunatal. Vor vielen Jahren hat er auf einem Rummelplatz mal mit seinem damaligen Paderborner Fußball-Kollegen Christian Strohdiek aus Spaß den Test gemacht: Wie hart ist mein Schuss?

„Ich glaube, ich bin so auf 115 km/h gekommen“, berichtet Ingmar Merle, „ganz ernst nehmen konnte man dies auf dem Boden allerdings nicht.“

Es würde allerdings wenige Torhüter in der Hessenliga überraschen, wenn Merle wirklich so hart schießen sollte. Der Neuzugang des KSV Baunatal hat seit seinem Wechsel im Sommer schon einige Male seine Schussstärke unter Beweis gestellt. Am Samstag ab 15 Uhr könnte es beim Heimspiel im Parkstadion gegen seinen Ex-Klub und aktuellen Spitzenreiter Eintracht Stadtallendorf die nächste Kostprobe geben.

Schon zweimal in dieser Serie erzielte Treffer der Marke Tor des Monats: Beim 4:2 gegen Kelsterbach gelang ihm das 2:2 mit einem fulminanten Distanzschuss, wobei der Torwart erst reagierte, als der Ball schon im Netz zappelte. Auch beim 4:2 in Steinbach packte er mit Erfolg den Hammer aus. Sein Freistoß schlug unhaltbar im rechten Tordreieck ein. „Für mich persönlich haben immer nur die drei Punkte gezählt“, erklärt der 26-Jährige bescheiden.

Dass es aktuell bei ihm so gut läuft, dafür hat er zwei Gründe. Erstens: Das Umfeld. Merle betont: „Es macht Spaß in Baunatal. Wir haben eine junge, dynamische Mannschaft.“ Zweitens: Die Routine. „Ich bin in einem Alter, wo man viel entspannter ist“, sagt der gebürtige Schwalmstädter, „ich kann befreit aufspielen und habe die nötige Ruhe.“

Mit Treffer der Extraklasse hat sich Merle schon des Öfteren hervorgetan. Unvergessen sein Tor aus dem Jahr 2012, als er in der Regionalliga für den KSV Hessen aus 60 Metern erfolgreich war. Für den 1. FC Schwalmstadt erzielte er 2011 ein herrliches Tor zum 1:0-Sieg gegen den Nachbarn TSV Mengsberg. „Wenn ich das Leder richtig treffe, dann kann schon mal so ein Treffer herauskommen“, sagt Merle schmunzelnd. Besonders groß wäre bei ihm die Freude, wenn er es am Samstag gegen Stadtallendorf klingeln lassen könnte.

„Das ist ein Topspiel“, erklärt der ehemalige Fuldaer. wobei er den einen oder anderen alten Bekannten wiedersieht. Dazu zählt vor allem Trainer Dragan Sicaja, früher Regionalliga-Spieler beim SC Neukirchen. „Wir sind als Sechster voll im Soll. Für uns geht es darum, den Anschluss nach ganz oben nicht zu verlieren.“ Dafür braucht der KSV drei weitere Punkte - und vielleicht ein weiteres Traumtor Merles.

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