Preuß muss gehen

Fußball-Hessenliga: Vladimir Kovacevic übernimmt Traineramt beim FC Ederbergland

Ist nicht mehr länger Coach beim FC Ederbergland: Harry Preuß. Foto: Kaliske

Fußball-Hessenligist FC Ederbergland hat Trainer Harry Preuß am Sonntagnachmittag entlassen und Vladimir Kovacevic als dessen Nachfolger präsentiert. Damit zog der Vorstand die Konsequenzen aus der sportlichen Talfahrt in 2015.

Nach der Winterpause hat der FCE in vier Spielen nur einen Punkt geholt und ist mittlerweile auf den vorletzten Platz abgerutscht. Um 15.15 Uhr verließ Preuß nach der Besprechung mit dem FCE-Vorstand am Sonntag das Battenberger Vereinsheim, bestätigte die Trennung, wollte aber weiterhin keinen Kommentar dazu geben. Vorsitzender Heinfried Horsel, erst vor einer Woche in dieses Amt gewählt, gab stattdessen bekannt: „Aufgrund eines Vorstandbeschlusses haben wir Harry Preuß als Trainer der ersten Mannschaft mit sofortiger Wirkung freigestellt. Wir haben Vladimir Kovacevic, der das Training ab Montag übernimmt, bis Ende der nächsten Saison verpflichtet.“

Horsel sprach davon, dass das sportliche Ziel, die Hessenliga zu halten „in starkem Maße gefährdet sei. Die Ergebnisse spiegeln das Potential der Mannschaft nicht wider“. Horsel machte zudem deutlich, „dass wir Harry nichts vorzuwerfen haben. Es fehlt einfach der sportliche Erfolg, der zu Saisonbeginn da war. Wir wollen einen neuen Impuls setzen und das können wir nur über einen Trainerwechsel erreichen. Ob es gelingt, wissen wir nicht. Wir wollen nichts unversucht lassen“.

Der in Gladenbach-Weidenhausen wohnende Preuß war erst im Sommer vom Gruppenligisten VfB Wetter kommend beim FCE eingestiegen. Fachlich war dem Ex-Profi nichts vorzuwerfen, die Mannschaft zeigte zuletzt starke Leistungen. Was fehlte waren die Ergebnisse und die damit verbundenen Punkte. Die Mechanismen der Erfolglosigkeit greifen also auch im Ederbergland. Acht Spiele stehen für den FCE noch aus. Jetzt soll ein neuer Impuls alle wachrütteln: „Vor einem Jahr war es noch aussichtsloser und wir haben es dennoch gepackt“, sagte der Langzeitverletzte Jan Eberling nach der 0:1-Niederlage gegen Wehen-Wiesbaden am Samstag, nicht wissend, dass es Preuß letztes Spiel an der Linie des FCE war.

Richten soll es nun Vladimir Kovacevic. Der gilt beim FCE als Erfolgsgarant. Er verabschiedete sich vor drei Jahren, um ein Studium zu beginnen. Das ist nun vorbei und er kann wieder einsteigen. Als Preuß im Vereinsheim zum Gespräch mit dem Vorstand war, verrichtete Kovacevic seinen Dienst am Grill, um für Bratwurst beim Spiel der zweiten Mannschaft gegen Homberg zu sorgen. Das erste Spiel mit dem neuen Coach findet am Ostermontag in Oberrad statt. Zuletzt war Kovacevic vor einem Jahr als Ersatz für den verhinderten Coach Christian Hartmann im Einsatz. In Hünfeld feierte die Mannschaft seinerzeit den Klassenerhalt. „Es ist ein ganz heißes Pflaster, innerhalb von acht Spielen den Klassenerhalt zu schaffen. Der Vorstand und ich wollen mit allen Mitteln versuchen, die Klasse zu halten. Ich muss einen Impuls setzen, möchte aber sagen, dass Harry richtig gute Arbeit gemacht hat“, sagt Kovacevic und fügt an: „Aber Fußball ist ein Ergebnissport. Wenn ich keine Tore schieße und keine Punkte hole, dann ist der Trainer das schwächste Glied. Es wird eine brutale Restrunde, aber ich bin der Überzeugung, dass wir es schaffen können.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.