Baunataler Fußballer verabschieden sich mit Sieg über Oberrad in Winterpause

Mit 4:0 auf Rang neun

Erzielte das 3:0 für die Baunataler: Nico Schrader (mit Ball), hier leicht bedrängt von den Gäste-Spielern Paul Bickel (links) und Lars Günther. Im Hintergrund: KSV-Akteur Felix Schäfer. Fotos: Schäfer

baunatal. Es wäre der perfekte Abschluss eines aus Baunataler Sicht großartigen Fußball-Nachmittags gewesen: In der 86. Minute marschiert der eingewechselte Jonas Spengler über die rechte Seite.

Ihm bieten sich bei diesem Konter zwei Möglichkeiten – ein scharfes Zuspiel in den Lauf von Tolga Ulusoy oder ein Zuspiel in den Rücken der Abwehr. Er entscheidet sich für letzteres. Damit ist die letzte große Chance vertan, Ulusoy zu einem Treffer zu verhelfen, den der glänzend aufgelegte Antreiber so verdient gehabt hätte und den ihm wohl jeder Kollege und jeder Zuschauer gegönnt hätte.

Janik Szczygiel

„Hauptsache, wir haben gewonnen“, sagte der 22-Jährige nach dem 4:0 (0:0)-Erfolg des KSV vor 130 Zuschauern im Parkstadion gegen Hessenliga-Schlusslicht Spvgg 05 Oberrad, „natürlich hätte ich auch gern mein Tor gemacht. Aber letztlich ist es egal, wer die Treffer schießt.“ Klar, er hatte auch so allen Grund zur Freude. Denn die VW-Städter blieben in diesem Nachholspiel nicht nur erstmals in dieser Serie ohne Gegentreffer, sondern schafften durch diesen Dreier noch den Sprung auf einen einstelligen Rang. „Platz neun? Das fühlt sich gar nicht so schlimm an, wie es teilweise in dieser Saison war“, kommentierte KSV-Trainer Tobias Nebe lächelnd. Der zweite Sieg in Folge nährte die Hoffnungen, dass es nach der Winterpause für sein Team weiter bergauf geht. Ein kurzweiliger Baunataler Auftritt in der Analyse:

Der Türspion

Für die Platzherren ging es gegen einen spielerisch doch arg limitierten Gast vom Anstoß weg darum, die richtige Balance zu finden – erst einmal Blick durch den Türspion. Es galt, Druck im Spiel nach vorn auszuüben, ohne die Abwehr zu vernachlässigen und in einen Konter zu laufen. „Wir haben gut gestanden, und unser Umschaltspiel hat super funktioniert“, lobte Ulusoy die Seinen. Er selbst hatte bereits in der zweiten Minute die erste Kopfballgelegenheit. Diese brachte allerdings ebenso wenig ein wie alle weiteren Versuche bis zur Pause. Nico Schrader schoss nach Vorlage von Janik Szczygiel per Drop-Kick über den Kasten (6.), Malte Grashoff und Ulusoy schlugen aus dem feinen Steilpass von Antonio Bravo Sanchez kein Kapital (10.), und nach einem Konter über Ulusoy scheiterte Schrader an Gäste-Torwart Bibleka (35.). „Beim Stand von 0:0 mussten wir dann doch zittern“, erklärte Nebe. Zumal Oberrad in Person von Semih Aydilek zumindest zweimal KSV-Schlussmann Tobias Schlöffel prüfte (23., 26.).

Der Türöffner

Überragende Laufleistung, nur Pech im Abschluss: Tolga Ulusoy.

In der 52. Minute fiel das erlösende 1:0. Nach Ulusoy-Vorlage beförderte Janik Szczygiel das Leder aus halbrechter Position in den Winkel – das Traumtor eines Top-Talents. Keinen einzigen Zweikampf verlor Szczygiel gefühlt an diesem Nachmittag. „Bei uns haben das alle heute richtig gut gemacht“, erklärte der 19-Jährige bescheiden, „Tobi hat uns auch toll eingestellt.“

Mit dem Führungstreffer im Rücken spielte es sich gleich viel leichter für die Baunataler: Spengler bedient Bravo Sanchez, der flankt in die Mitte, Ulusoy lässt den Ball gekonnt durch, Schrader schiebt ein – 2:0 (65.). Das nächste sehenswerte Tor folgte kurz darauf, als Bravo Sanchez per Schlenzer erfolgreich war (72.). Für das 4:0 sorgte Spengler (83.). Es war der Schlusspunkt. Dabei gab es ja noch einen vielversprechenden Vorstoß nur 240 Sekunden später – mit bekanntem Ausgang. Foto: Schachtschneider

 

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