Lohfelden und Stadtallendorf trennen sich 2:2 in einem rasanten Hessenligaspiel

Richtig gute Unterhaltung

Frust und Jubel: Während Stadtallendorfs Torwart Manuel Bachmeier reklamiert, bejubeln im Hintergrund die Lohfeldener Adrian Bravo Sanchez, Thomas Müller und Jaroslaw Matys die 2:1-Führung. Foto:  Schachtschneider

Lohfelden. Otmar Velte brachte dieses intensive und richtig gute Hessenliga-Spiel auf den Punkt: „Ich habe immer darauf gewartet, ob mein Gegenüber Dragan Sicaja als Erster auswechselt. Er hat es nicht gemacht, ich auch nicht. Du konntest einfach in diese unglaublich spannende, auf des Messers Schneide stehende Partie, keinen reinbringen, der sich erst drei Minuten zurechtfinden muss. Das hätte der entscheidende Fehler sein können“, sagte der Lohfeldener Trainer nach dem 2:2 (2:2) gegen Stadtallendorf.

Diese Partie hatte alles. Strafraumszenen, strittige Situationen, tolle Spielzüge – und irgendwie verdientermaßen auch keinen Sieger. Denn beide Mannschaften trugen dazu bei, dass die Zuschauer im Nordhessenstadion bestens unterhalten wurden. In der 13. Minute brachte Dominik Völk das beste Auswärtsteam der Liga in Führung, und nach einer unglaublich druckvollen Anfangsphase der Gäste schwante denen, die es mit dem FSC hielten, bereits Böses. Doch obwohl Stadtallendorf feldüberlegen wirkte, spielten sich fortan fast nur die Lohfeldener allerbeste Chancen heraus.

Und die erste war gleich ein richtig großer Aufreger. Als Serdar Bayrak in der 17. Minute allein auf Gäste-Torwart Manuel Bachmeier zulief, holte dieser ihn im Strafraum von den Beinen. Elfmeter? Rot? Nichts dergleichen, die Pfeife von Schiedsrichterin Sabine Stadler aus Fulda blieb stumm. Zwei Minuten später durften die Gastgeber dann allerdings jubeln. Thomas Müller hatte perfekt auf Jannik Weingarten durchgesteckt, der den Ausgleich besorgte.

Und der FSC gab weiter Gas. Allein vier richtig dicke Möglichkeiten durch Serdar Bayrak (25.), Vyacheslav Petrukhin (26.), Thomas Müller (32.) und Adrian Bravo Sanchez (37.) hätten die Partie schon frühzeitig entscheiden können. So blieb es „nur“ beim Treffer zum 2:1, den Müller in der 28. Minute besorgte, als ihn Stadtallendorfs Torwart Bachmeier beim Herauslaufen in höchster Not anschoss. Müller blieb cool, drehte sich und traf. Dass die Gäste in der 40. Minute noch zum 2:2 durch Jascha Döringer kamen, war aufgrund des Chancenverhältnisses fast schon unverdient.

Die zweite Halbzeit hatte dann nicht mehr ganz so viel Rasanz zu bieten. Stadtallendorf verdiente sich aber das Unentschieden mit nun ebenfalls großen Chancen durch Völk (55.), Döringer (65.) und Laurin Vogt (68.), doch FSC-Torwart André Schreiber hatte ebenfalls einen starken Tag erwischt. Die Gastgeber haderten noch mit einer umstrittenen Abseitsentscheidung.

„Es war ein unglaublich gutes Spiel mit wenig Pausen und vielen Aktionen. Das 1:3 in Frankfurt war schon ordentlich von uns, heute hätten wir mit ein bisschen Glück vielleicht sogar gewonnen“, sagte Thomas Müller, der besonders mit vielen Pässen in die Tiefe überzeugte.

Von Torsten Kohlhaase

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