Abstiegsgefährdete Lohfeldener am Samstag in Steinbach – danach folgt schweres Restprogramm

Riesenschritt vor harten Wochen?

Er kann nicht nur körperlos: Nasuf Zukorlic (links) vom FSC Lohfelden, hier im Hessenpokal gegen den Wehener Kevin Pezzoni, ist im Rennen um den Klassenerhalt auch kämpferisch gefordert. Archivfoto: Fischer

Lohfelden. „Das Letzte, was ein Fußballer will, ist absteigen“, erklärt Nasuf Zukorlic. Und selbstverständlich gelten seine Worte auch für ihn selbst sowie seine Mannschaftskameraden vom FSC Lohfelden vor ihrem wichtigen Duell beim SV Steinbach (Samstag, 15 Uhr).

Da trifft es sich gut, dass die Lohfeldener spät, aber anscheinend nicht zu spät, zu Konstanz und Solidität finden. Sie gewannen drei ihrer letzten fünf Spiele und blieben dabei viermal ohne Gegentor. Und bewiesen, dass sie tatsächlich den Abstieg vermeiden wollen. „Gerade die 0:5-Niederlage vor wenigen Wochen in Alzenau hat uns als Wachmacher gedient. Danach haben wir den Schalter umgelegt“, bemerkt Zukorlic.

Der Blick auf die Tabelle verdeutlicht die Brisanz der Partie. Der FSC steht als Zwölfter auf dem ersten sicheren Nichtabstiegsplatz, Steinbach liegt um drei Punkte und zwei Plätze dahinter. Bereits zweimal in dieser Saison behielten die Lohfeldener gegen die Osthessen die Oberhand: Beim 3:1-Sieg im Hinspiel, sowie beim 4:0 im Hessenpokal.

„Ich müsste auch kämpfen, grätschen und beißen können.“

Nasuf Zukorlic

Als Blaupause taugt dies alles laut Zukorlic nicht: „Das Spiel steht unter ganz anderen Vorzeichen. Steinbach ist heimstark und hat vielleicht noch ein wenig mehr Druck als wir.“ Mit einem Zähler zufrieden wäre der FSC dennoch nicht: „Wir fahren da hin, um zu gewinnen.“

Für Zukorlic, üblicherweise „Buky“ genannt, verlief die Serie nach seinem Wechsel vom OSC Vellmar nicht nach Wunsch. Oft wurde er durch Verletzungen gebremst. „Immer wenn ich wieder fit war, kam der nächste Rückschlag. So fand ich lange nicht in Tritt“, sagt er. Derzeit ist er gesund und bekleidete als gelernter Flügelspieler zuletzt die Rolle auf der Acht. Bei 20 Einsätzen brachte es Zukorlic auf drei Treffer. Hat er aber nun als Techniker im Bemühen um den Klassenerhalt sein Kämpferherz entdeckt? „Natürlich müsste ich auch kämpfen, grätschen und beißen können. Ich versuche es, so gut es geht, aber meine Stärken liegen nun mal eher in der Offensive“, räumt Zukorlic ein. Und vertraut auf das Team: „Da gibt es bei uns eine passende Mischung.“

Setzen sich die Lohfeldener im Sechs-Punkte-Spiel durch, wäre dies ein Riesenschritt. Zumal sie ein heikles Restprogramm bewältigen müssen. Die Gegner heißen Stadtallendorf, Baunatal, Frankfurt und Dreieich. Wobei der FSC immerhin dreimal zu Hause antritt. Schwer genug, aber die Mannschaft von Trainer Otmar Velte hat alles nun selbst in der Hand. Und schließlich ist ein Abstieg ja das Letzte, was ein Fußballer will.

Von Wolfgang Bauscher

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