Hessenliga: Für wen Schwalmstadts Stürmer am Samstag gegen Lohfelden ein Tor erzielen will

Rolf Sattorov gibt ein Versprechen

Will endlich wieder treffen: Schwalmstadts Rolf Sattorov (links) trifft am Samstag auf seinen Ex-Club Lohfelden. Foto: Hahn

Schwalmstadt. 603 Minuten (plus Nachspielzeit) ist Fußball-Hessenligist 1. FC Schwalmstadt nun ohne Tor. Das soll sich beim Gastspiel in Lohfelden am Samstag (15 Uhr, Nordhessenstadion) ändern. Zumindest wenn es nach Stürmer Rolf Sattorov geht.

„Ich habe es unserem früheren Co-Trainer Thorsten Hirdes versprochen“, sagt Sattorov, der mit Hirdes und dem geschassten Antonio Bravo Sanchez eine Fahrgemeinschaft nach Kassel unterhielt. Seit der Winterpause muss der Zahntechniker allerdings alleine dreimal die Woche zum Training nach Schwalmstadt fahren. „Das ist schon sehr anstrengend, da ich mich nach der Arbeit direkt ins Auto setze“, gibt er zu.

Vom Saisonverlauf zeigt sich Sattorov überrascht. „Zu Beginn lief es zwar noch einigermaßen. Aber schon bald habe ich gesehen, dass es für die Hessenliga einfach nicht reicht.“ Er spart dabei auch nicht mit Kritik an der Personalpolitik des Vereins. „Vor der Saison wurde ich vertröstet, dass noch ein paar Spieler kommen sollen. Aber spätestens in der Winterpause hätte der Verein doch Geld in die Hand nehmen sollen, um noch ein paar Spieler zu bekommen. Das habe ich nicht so ganz verstanden“, so Sattorov. Trotz der Niederlagenserie sei die Stimmung innerhalb der Mannschaft aber gut. „Auf Schwalmstadt lasse ich nichts negatives kommen. Die Jungs sind alle klasse und haben mich prima integriert. Auch Christoph Keim ist ein guter Trainer. Sein Abgang zum Saisonende hat mich schon überrascht“, so Sattorov, der in der Hessenliga schon für Gegner Lohfelden spielte. Dort aber nicht über die Rolle des Jokers hinauskam. „Ich will am Samstag auch zeigen, dass es ein Fehler war, nicht mehr auf mich zu setzen“, so Sattorov. Er verspricht den Schwalmstadt-Fans: „Wir holen einen Punkt. Mindestens.“ Und einmal in Euphorie legt Sattorov nach: „Bei unserem Restprogramm sehe ich noch gute Chancen für zwei, drei Siege.“

Fünf Tore hat er in dieser Saison erzielt, wobei eigentlich ein sechstes dazu gekommen wäre. „Aber Antonio hat mir in einem Spiel den Elfmeter geklaut“, sagt Sattorov und lacht. Mut macht ihm der Auftritt gegen Wehen II, als sich sein Team viele Chancen erspielte. „Wir haben zwei Problemzonen. Die Abwehr und den Angriff. Auch ich muss mich da hinterfragen. Aus den wenigen Chancen müssen wir nun mal auch ein Tor erzielen.“

Allerdings fehlt dem Stürmer die Bindung zum Mittelfeld. Einen Spielmacher, der Sattorov mit Bällen versorgt, gibt es in Schwalmstadt nicht. Der 23-Jährige muss sich viele Bälle aus dem Mittelfeld selbst holen. „Das geht schon ein wenig auf die Substanz“, gibt er zu. Noch ungeklärt ist seine Zukunft. Tut er sich auch in der nächsten Saison die Fahrten nach Schwalmstadt an? „In den nächsten zwei Wochen finden Gespräche statt. Der Verein möchte mit mir verlängern, es gibt aber auch Anfragen von einigen Kasseler Vereinen. Ausgeschlossen ist es aber nicht, dass ich in Schwalmstadt verlängere.“ Zuerst möchte er aber am Samstag die torlose 603-Minuten-Serie endlich brechen.

Von Daniel Schneider

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