Fußball-Hessenliga: Mit Rückenwind zum OSC

FC Ederbergland mit Personalproblemen vor Spiel in Vellmar

Schönes Laufduell aus dem 4:0-Hinspielerfolg: Der Ederbergländer Tim Biesenthal (links) läuft dem Vellmarer Moritz Meuser davon. Foto:  Kaliske

Allendorf-Eder. Mit dem Rückenwind vom 1:0-Sieg über den SV Wiesbaden, aber auch mit gehörigem Respekt will der FC Ederbergland in der Fußball-Hessenliga die Aufgabe beim OSC Vellmar angehen (Samstag, 14.30 Uhr).

Dass der 4:0-Erfolg aus dem Hinspiel an der Allendorfer Beetwiese eine Rolle in den Köpfen der FCE-Kicker spielen könnte, schließt deren Trainer Harry Preuß aus: „Da muss nichts aus den Köpfen. Jeder ist sich bewusst, dass Vellmar in einer anderen Verfassung ist als im Hinspiel. Die haben sich stabilisiert. Da wird der Stachel noch drin sein. Das weiß meine Mannschaft.“

Preuß hat seinem Team unter der Woche den Sieg gegen Wiesbaden noch einmal in Erinnerung gerufen. Nur mit mannschaftlicher Geschlossenheit und dem Willen, seine Leistung optimal abzurufen und in den Dienst der Mannschaft zu stellen, sei ein weiterer Erfolg, oder zumindest ein Teilerfolg, möglich. Sein eigenes Süppchen soll also keiner der FCE-Spieler kochen.

Deren Anzahl ist geringer geworden. Zum einen haben Ärzte Dennis Meyer ein Jahr Pause vorhergesagt. Nach der ersten Diagnose war nur das Außenband am Knie gerissen. Nach einem MRT wurde zur Gewissheit, dass das vordere Kreuzband gerissen ist und ein Knorpelschaden vorliegt. „Für den Jungen tut es mir sehr leid“, bedauert Preuß. Der muss zudem erneut auf Dominik Karge verzichten, der wieder Rückenprobleme hat. Der Coach weiß mit diesen Problemen umzugehen, da sie ja bekanntlich schon seit Monaten bestehen.

Besonders die Sechserposition, die im 4-1-4-1-System von Karge vorbildlich ausgeübt wurde, ist nun wieder vakant. Ein erneutes Comeback von René Eickhoff, Michael Möllmann oder Janis Wolf auf dieser Position ist möglich. Vielleicht hat Preuß auch noch einen anderen Pfeil im Köcher. Bisher war er immer für eine personelle Überraschung gut. Möglich ist auch, dass er zu einem anderen Spielsystem zurückgreift. Die Spielmacherrolle hat Felix Nolte zuletzt gut zu Gesicht gestanden. Einen Mittelfeldspieler zu doppeln fällt dem Gegner sichtlich schwerer als das bei einer Sturmspitze oder einem Außenstürmer der Fall ist. Zudem verleitet sein Einsatzwille den Gegner permanent dazu, das Mittelfeld schnell und oft lang zu überbrücken, was eine Fehlerquelle darstellen könnte.

Tabellarisch gibt es zu einem Punktgewinn keine Alternative. Der FCE hinkt schon drei Punkte hinter einem rettenden Platz hinterher. Ziel ist es also, die Spiele in Vellmar und eine Woche später in Lehnerz so zu gestalten, dass der Kontakt zum hinteren Tabellenmittelfeld erhalten bleibt. (zhw)

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