Bei Baunatal, Vellmar und Lohfelden sorgen Personalien für Gesprächsstoff

Fußball-Hessenligisten: Rückkehrer und Sorgenkinder

Martin Wengerek. Foto: Kisling/nh

Kassel. An Ostern waren einige Fußballer aus den Hessenliga-Teams des KSV Baunatal, des OSC Vellmar und des FSC Lohfelden Gesprächsthema.

Dazu gehören unter anderem Baunatals Rückkehrer Martin Wengerek, Vellmars Pechvogel Stefan Matzenmiller und mit Lohfeldens Mirko Tanjic sogar ein Spieler, der zurzeit von FSC-Trainer Otmar Velte nicht berücksichtigt wird.

KSV Baunatal

Eigentlich wollte Martin Wengerek aus beruflichen Gründen für die Baunataler in dieser Saison nicht in der Hessenliga spielen. Bei der 0:3-Schlappe am Ostermontag in Lehnerz lief er wieder auf. Und wenn es nach KSV-Trainer Tobias Nebe geht, dann tut der 32-Jährige dies bis zum Ende dieser Serie. „Er ist ein Führungsspieler und hat gegen Lehnerz versucht, das Spiel ein bisschen zu ordnen“, lobt Nebe den Strategen und hofft darauf, dass er Wengerek für dieses Engagement gewinnen kann. Klar, die personelle Lage bei den abstiegsbedrohten VW-Städtern ist absolut angespannt.

Zwar ist Nebes Rot-Sperre abgelaufen, der Coach leidet aber immer noch unter den Folgen einer starken Erkältung und wird am Samstag im Parkstadion gegen Flieden erneut nur zuschauen können. Malte Grashoff soll nach überstandenem Muskelfaserriss in dieser Woche ins Training einsteigen. Möglicherweise kann er schon am Samstag mitwirken – anders als die Langzeitverletzten Manuel Pforr (Kreuzbandriss), Tom Samson (Bänderriss-OP) und Jonas Spengler (Muskelfaserriss).

Zumindest etwas Mut machte die Leistung von Pascal Bielert im Tor. Er erhielt den Vorzug vor Tobias Schlöffel, strahlte Ruhe aus und wird gegen Flieden erneut erste Wahl sein.

OSC Vellmar

Wenn Mario Deppe könnte, würde er beim nächsten Spiel in Seligenstadt wohl selbst in der Innenverteidigung auflaufen. Schließlich stand der Trainer des OSC früher als Aktiver im Abwehrzentrum und sucht derzeit händeringend nach Spielern, die diese Rolle beherrschen. Wer am Samstag gegen die Südhessen die Abwehrkette bilden wird, ist noch völlig unklar. Zwei Kandidaten verletzten sich am Montag beim Heimsieg über Fulda. Mounir Boukhoutta fällt mit Bänderriss aus, Stefan Matzenmiller mit einem Muskelfaserriss. Letzterer stand gerade erst wieder zur Verfügung, nachdem er im Winter an Pfeifferschem Drüsenfieber erkrankt war. „Ich habe die ganze Vorbereitung verpasst und erst seit gut drei Wochen wieder mit der Mannschaft trainiert“, sagt der 20-Jährige.

Beim ersten Einsatz kam Matzenmiller am Samstag in Flieden in der 90. Minute aufs Feld, gegen Fulda schied er in der Anfangsviertelstunde aus. Nun droht eine dreiwöchige Pause. „Über unsere vielen Ausfälle versuche ich mir schon länger keine Gedanken mehr zu machen. Wir müssen halt ständig improvisieren und das Beste daraus machen“, betont Deppe. Doch nicht nur in der Deckung fehlt es an Personal, sondern auch auf der Sechser-Position. Dennis Schanze und Marius Ehlert müssen wegen einer Knieverletzung noch länger aussetzen, Sebastian Busch verpasst noch zwei Partien wegen einer Sperre. Immerhin verfügt der OSC in Hannes Peschutter über einen Torhüter, der die nominelle, aber verletzte Nummer eins Tobias Orth adäquat ersetzt.

FSC Lohfelden

Im Gegensatz zu den beiden Nachbarn blieb der FSC Lohfelden bisher vom außerordentlichen Verletzungspech der Rivalen verschont. Zudem verfügt der Tabellenvierte über den vermutlich größten Kader der drei Hessenligisten. So kann er es auch verkraften, dass Mirko Tanjic vorerst nicht mehr mit dabei ist. Dieser kann wegen privater und beruflicher Beanspruchung nicht genügend trainieren, kommt derzeit in der Reserve zum Einsatz und schießt seine Tore in der Kreisoberliga.

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