Hessenliga: Schwalmstadt kassiert gegen Lohfelden 17. Niederlage im 20. Spiel – Nur Fabian Seck trifft

Salkovic nutzt Slapstick-Einlage

Hinterhergelaufen: Schwalmstadts Jan Henrik Wolf (vorn links) muss hier Lohfeldens Egli Milloshaj ziehen lassen. Im Hintergrund beobachten Schwalmstadts Steven Preuß und FSC-Akteur Jaroslaw Matys die Szene. Foto: Hahn

Treysa. Eine Suspendierung, zwei Verletzte (siehe weitere Berichte auf dieser Seite) und eine 1:3 (1:2)-Niederlage im Nordhessenduell gegen den FSC Lohfelden: Frustrierend ist das Sportjahr 2014 für die Fußballer des 1. FC Schwalmstadt zu Ende gegangen. Mit nur fünf Punkten und zwölf Toren aus 20 Spielen könnte die Situation beim abgeschlagenen Schlusslicht der Hessenliga trostloser nicht sein.

„Das hatten wir uns ganz anders vorgestellt. Das Spiel war ein Spiegelbild der bisherigen Saison“, bekannte FCS-Coach Christoph Keim. In der Tat war es wie so oft aus Sicht der Schwälmer. Bemüht waren sie, aber eben nicht zwingend. Rolf Sattorov nahm sich als Erster ein Herz, schoss aber aus 18 Metern daneben (14.). Zu harmlos war der Abschluss von Serkan Erdem nach schönem Pass von Kevin Kutzner (16.). Wie’s geht, zeigte ihnen Enis Salkovic: Freistoß aus halblinker Position, Innenpfosten - Tor (26.).

Mit Paraden per Fuß (32.) und Faust (36.) gegen den zweimal enteilten Linksaußen Jaroslaw Matys verhinderte Alessandro Seck den möglichen 0:2-Rückstand. Machtlos war der junge Schwalmstädter Schlussmann hingegen beim zweiten Treffer durch Demetrio D’Agostino, nachdem zuvor Jan Henrik Wolf ein folgenschwerer Fehler im Spielaufbau unterlaufen war (38.).

„Solche Situationen wollten wir provozieren. Wir haben die Tore zu den richtigen Zeitpunkten gemacht“, freute sich Otmar Velte. Der FSC-Coach hatte gleich doppelten Grund zur Freude, weil ihm als Übungsleiter des SSV Sand ein Sieg gegen Schwalmstadt vergönnt geblieben war und weil Lohfelden in der Hessenliga zuvor noch nie gegen den FCS gepunktet hatte.

Dabei durften auch die Gastgeber ein Mal jubeln. Fabian Seck ließ mit viel Wut im Bauch einen Knaller los (44.), nachdem er drei Minuten vorher in der Abwehr gegen den freistehenden Linor Demaj geklärt hatte.

Mit Ricardo Seck als frischem Angreifer und neuem Mut kamen die Hausherren aus den Kabinen. Keine 300 Sekunden später waren sie ernüchtert. Lohfelden wagte sich nach vorn, eine Chance war es nicht. Routinier Timo Brauroth und Torwart Seck behinderten sich allerdings gegenseitig. Salkovic spekulierte auf diesen Fauxpas und schloss die Slapstick-Einlage zum 3:1 ab. „Es ist einfach frustrierend, dass die Gegner jeden Fehler von uns bestrafen, während wir unsere Chancen auslassen. Eigentlich war es ein gutes Spiel von uns“, meinte Steven Preuß.

Der Mittelfeldspieler musste ebenso wie André Meier verletzt vom Feld. Deswegen konnte der angeschlagene Sattorov nicht ausgewechselt werden und biss noch eine halbe Stunde gegen seinen alten Verein auf die Zähne. Hitzig war’s anschließend. Vor allem, als Egli Milloshaj den eingewechselten Nils Fischer rüde an der Mittellinie foulte und die Rote Karte sah (72.). In Überzahl hatte für den FCS nur noch Ricardo Seck eine gute Gelegenheit, kam aber völlig freistehend nicht zum Abschluss, weil er den Ball nicht kontrollieren konnte (79.).

Von Sebastian Schmidt

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