Hessenliga: Lohfelden verbessert sich nach Sieg im Nordhessenduell auf Platz zwölf

3:1 – Salkovic spekuliert richtig

Doppelpack: Lohfeldens Enis Salkovic (Mitte), hier im Spiel gegen Stadtallendorf, traf in Schwalmstadt zweimal. Foto:  Fischer/nh

Treysa. Der 1. FC Schwalmstadt ist als Angstgegner für die Fußballer des FSC Lohfelden Geschichte. Nach vier Niederlagen in der Vergangenheit in der Oberliga gewann der FSC in der Hessenliga mit 3:1 (2:1) beim abgeschlagenen Schlusslicht und überwintert nach zwei Siegen in Serie auf dem zwölften Platz.

„Die beiden Siege sind extrem wichtig. Das ist das Resultat davon, dass die Mannschaft gut gespielt und gefightet hat“, freute sich FSC-Coach Otmar Velte, der auf sechs Stammspieler verzichten musste. Als i-Tüpfelchen verbesserte er dadurch seine persönliche Bilanz mit den Schwälmern, weil er zu seiner Zeit beim SSV Sand nie gegen den FCS gewinnen konnte.

Auf Kunstrasen in Treysa hatten der frühere Lohfeldener Rolf Sattorov mit einem Schuss aus 18 Metern (14.) und Serkan Erdem nach schönem Pass von Kevin Kutzner (16.) die ersten Gelegenheiten für die Hausherren. Wie’s geht, zeigte ihnen FSC-Angreifer Enis Salkovic: Freistoß aus halblinker Position, Innenpfosten - Tor (26.).

Mit Paraden per Fuß (32.) und Faust (36.) gegen den zweimal enteilten Linksaußen Jaroslaw Matys verhinderte Alessandro Seck den möglichen 0:2-Rückstand. Machtlos war der junge Schwalmstädter Schlussmann hingegen beim zweiten Treffer durch einen Kracher von Demetrio D’Agostino, nachdem zuvor Jan Henrik Wolf ein folgenschwerer Fehler im Spielaufbau unterlaufen war.

„Solche Situationen wollten wir provozieren. Wir haben die Tore zu den richtigen Zeitpunkten gemacht“, freute sich Otmar Velte. Auch die Gastgeber durften einmal jubeln. Fabian Seck ließ mit viel Wut im Bauch FSC-Rückhalt André Schreiber an dessen 30. Geburtstag beim 1:2 keine Abwehrchance (44.).

Mit Ricardo Seck als frischem Angreifer und neuem Mut kamen die Gastgeber aus den Kabinen. Keine 300 Sekunden später waren sie ernüchtert. Lohfelden wagte sich nach vorn, eine Chance war es nicht. Routinier Timo Brauroth und Torwart Seck irritierten sich allerdings gegenseitig. Salkovic spekulierte auf diesen Fauxpas und schloss die Slapstick-Einlage entscheidend zum 3:1 ab.

Hitzig war’s anschließend. Erst, weil André Meier nach einem unglücklichen Kopfballduell mit Christian Brinkmann ins Krankenhaus gebracht werden musste und ein blaues Auge sowie eine leichte Gehirnerschütterung davon- trug (59.). Vor allem aber, als Egli Milloshaj den eingewechselten Nils Fischer rüde an der Mittellinie foulte und die Rote Karte sah (72.).

Von Sebastian Schmidt

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