200. Spiel für den FSC: Daniel Beyer trifft mit den abstiegsbedrohten Lohfeldenern auf Kelsterbach

Schatten über dem Jubiläum

Unsicher: Sorgen um den Klassenerhalt überlagern bei Daniel Beyer, Co-Trainer und Spieler des FSC Lohfelden, die Freude über das eigene Jubiläum. Archivfoto: Fischer

Lohfelden. Er selbst sieht die Sache nüchtern. Es ist ja auch nicht sein erstes Jubiläum als Fußballer. Und kam zu einem wenig passenden Zeitpunkt. Denn Daniel Beyer kämpft als Spieler und Co-Trainer von Hessenligist FSC Lohfelden gegen den Abstieg. Auch am Samstag im Heimspiel gegen Viktoria Kelsterbach (15 Uhr, Nordhessenstadion). Da beschäftigt sich der 34-Jährige mit anderen Themen als seinem 200. Spiel für den FSC vor einer Woche bei der Niederlage in Alzenau. Zumal er im August 2015 schon die 300. Hessen- bzw. Oberligapartie bestritten hatte und in seiner gesamten Laufbahn im Seniorenbereich bereits 424 Einsätze absolvierte. Das sagt der Jubilar über ...

• ... die Höhepunkte seiner Karriere: „In der Lohfeldener Zeit war das der Hessenliga-Aufstieg 2011. Auch ein 5:4-Sieg über Wiesbaden nach 2:4-Rückstand ist unvergessen“, berichtet Beyer. Zuvor lief er für den KSV Hessen, die Sportfreunde Lotte und den SV Wilhelmshaven 94-mal in der Regionalliga auf. Und noch etwas erinnert Beyer gern: „Am 30. Geburtstag haben wir das Derby in Baunatal 3:1 gewonnnen und ich aus 30 Metern eines meiner schönsten Tore erzielt.“ Auch die Jahre beim KSV Hessen hinterließen tiefe Spuren. „Der Aufstieg 2006 war super, und auch kurz danach das erste Regionalligaspiel gegen Hoffenheim, als mir das Siegtor gelungen ist“, blickt Beyer zurück.

• ... die unschönste Erinnerung: „Das war der Abstiegskampf in der Saison 13/14. Der kam unerwartet. Erst musste Trainer Carsten Lakies gehen, dann sein Nachfolger Thomas Barthel. So etwas will man als Spieler nicht, und die Mannschaft will es auch nicht.

• ... seine Befindlichkeit angesichts der heiklen Situation des FSC: „Ich kann die Lage schwer ertragen, weil ich mit dem Herzen dabei bin“, erklärt Beyer. Dies gelte für den Spieler und den Co-Trainer genauso. „Allerdings hat man von der Seitenlinie weniger Einfluss als auf dem Feld. da ist die Anspannung enorm.“

• ... seine derzeitige Herausforderung als Co-Trainer: „Ich glaube, eine besondere Form des Krisenmanagements braucht man dafür nicht. Die Situationen wiederholen sich von Verein zu Verein. Man spricht sich aus, versucht Ansätze zu finden“, sagt Beyer. Seine Erfahrung als Spieler, glaubt er, komme ihm dabei zugute: „Man ist nicht unvorbereitet.“ Wichtiges Thema sei die mentale Befindlichkeit. „Die Mannschaft strotzt ja in der momentanen Lage nicht gerade vor Selbstvertrauen. Und es ist nicht leicht, ihr dies zu vermitteln.

• ein mögliches Jubiläumsgeschenk: „Am liebsten drei Punkte im nächsten Spiel. Aber das gilt ja immer, nicht nur gegen Kelsterbach. Gefeiert wird ohnehin nicht. Das Jubiläum habe ich nur am Rande mitbekommen.

Von Wolfgang Bauscher

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