Mirko Tanjic kehrt mit 15 Kilogramm weniger auf den Rippen zu Fußball-Hessenligist KSV Baunatal zurück

Schluss mit Chips und Schoki

Frisch gemacht: Mirko Tanjic, hier bei einem Spiel im Jahr 2011, kehrte in ausgezeichneter körperlicher Verfassung zum KSV Baunatal zurück. Foto: Herzog

Kassel. Er ist am Baunsberg eigentlich ein alter Bekannter. Aber so hatte man ihn lange nicht mehr gesehen. Erkannt wurde Mirko Tanjic dennoch, auch wenn er seit drei Monaten 15 Kilogramm abgenommen hat. Und so präsentierte er sich zur Mannschaftsvorstellung von Fußball-Hessenligist KSV Baunatal rank und schlank und in blendender körperlicher Verfassung.

Wie aber kam es zu dieser Veränderung des gewöhnlich nicht immer ganz austrainierten Angreifers? Das einschneidende Erlebnis trug sich im April zu. „Da bin ich mal Laufen gegangen. Und war danach völlig fertig. Bei Bosporus hatten wir ja nur noch einmal die Woche Training. Dann habe ich auch noch mein T-Shirt angehoben und meinen Bauch angeschaut und mich ziemlich unwohl gefühlt.“

Von da an war Schluss mit Kohlehydraten – auch Chips und Toffifee zeigte Tanjic die Rote Karte. „Ich habe meine Ernährung komplett umgestellt und habe allein angefangen zu trainieren“, sagt Tanjic. Seither geht der 29-Jährige vormittags laufen und nachmittags Fahrrad fahren und arbeitet intensiv an der eigenen Fitness. Mit Erfolg, denn statt 100 Kilo bringt er nun nur noch 85 auf die Waage.

Besonders schwer fiel ihm die Umstellung nicht. „Gern nimmt er die Mühen auf sich. „Ich will als Fußballer noch mal angreifen“, beteuert er im Bewusstsein, seine Qualitäten nicht immer maximal ausgeschöpft zu haben. Bei keinem anderen Klub als dem KSV Baunatal wurde er wirklich glücklich: „Irgendwas hat mir dann immer gefehlt, und beim KSV Hessen hatte ich Thorsten Bauer vor mir. An einem Fußballgott kommt man kaum vorbei.“

Aber es lag nicht nur an den Umständen. Ich hätte mir mehr den Hintern aufreißen müssen. Zudem habe ich mich manchmal selbst überschätzt“, räumt Tanjic ein. Zum dritten Mal kehrt er nun an den Baunsberg zurück und hofft, sich dort durchzusetzen. „Ich gebe mein Bestes. Aber das macht jeder. Auf die Bank setzt sich keiner gern. Am Ende entscheidet der Trainer, wer spielt“, gibt sich Tanjic zurückhaltend.

Ändern muss er allerdings wieder seine Ernährung. „Ohne Kohlehydrate geht es nicht, wenn man Fußball und Training intensiv betreibt“, sagt „Möhre“, wie Tanjic sinnigerweise seit seiner ersten Saison als Erwachsener beim KSV Baunatal und auch privat genannt wird.

Von Wolfgang Bauscher

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