Baunatal geht bei Rot-Weiss Frankfurt mit 3:6 unter

Zum Ball gestreckt: Baunatals Kapitän Jan-Niklas Hanske (Mitte) im Zweikampf mit dem Frankfurter Torjäger Varol Akgöz (rechts). Foto: Klein

Frankfurt. Die Hoffnung auf den ersten Auswärtssieg im laufenden Kalenderjahr war da, am Ende aber schlichen die Spieler des KSV Baunatal wieder mit leeren Händen und hängenden Köpfen von des Gegners Platz.

Mit 3:6 (1:0) ging der Regionalliga-Absteiger beim Hessenliga-Aufsteiger Rot-Weiss Frankfurt unter. Baunatals Trainer Tobias Nebe kommentierte ein denkwürdiges Fußballspiel scheinbar gelassen, verkniff sich Einzelkritiken und schüttelte doch immer wieder fassungslos den Kopf. Nach einer 2:0-Führung war sein Team derart unter die Räder gekommen, dass es einem fast leid- tun konnte. Binnen einer halben Stunde schlugen die Frankfurter sechs Mal eiskalt zu und hätten bei einer besseren Chancenverwertung sogar noch deutlicher davonziehen können.

„Ich war besonders mit den ersten 30 Minuten richtig zufrieden. Als wir dann nach der Pause auch noch das schnelle 2:0 gemacht haben, sah es richtig gut aus. Aber alles was danach kam, war ein absoluter kollektiver Black-out. Wir hatten keinen Zugriff mehr und keine sinnvolle Aktion, und bei Rot-Weiss hat plötzlich alles geklappt“, fasste Nebe zusammen.

Im ersten Abschnitt sah es nicht unbedingt nach einem Sieg der Gastgeber aus. Einmal kam Tim Fließ nach einem Freistoß von André Fließ mit der Fußspitze an den Ball, konnte Torhüter Tobias Schöffel aber nicht überwinden (14.). Die nächste gefährliche Aktion war eine von Adam Freund direkt aufs Tor getretene Ecke, die Baunatals Keeper ebenfalls entschärfte (45.). Zwischendrin strahlte Baunatal bei seinen wenigen Kontern deutlich mehr Gefahr aus. Und schon der erste Versuch saß. Patrick Krengels Steilpass überraschte Außenverteidiger Jeremy Lundy und landete bei Manuel Pforr, der legte quer, und der nachrückende Antonio Bravo-Sanchez vollendete aus zehn Metern zum 1:0 (17.).

Bravo-Sanchez war auch am 2:0 beteiligt – in seine Flanke hielt Lundy den Fuß, und der Ball kullerte an Rot-Weiss-Schlussmann Ioannis Takidis vorbei ins Netz (46.). Und dann begann die halbe Stunde, die man in Baunatal nicht so schnell vergessen wird. Genau wie den Namen Varol Akgöz – Frankfurts Torjäger wurde zum personifizierten Albtraum für Nebes Team. In der 48. Minute eroberte er im Strafraum den Ball, ließ drei Mann stehen und schob zum 1:2 ein. Sieben Minuten später nahm er den Ball trotz enger Bewachung mit der Brust perfekt an und traf mit Gewalt zum 2:2. Das 3:2 bereitete nach gutem Zuspiel von Ko Sawada vor – Fil schob nach Akgöz’ abgefälschter Hereingabe ein (60.). Das 4:2 legte der überragende Mann auf dem Platz für Ko Sawada auf (71.).

Dann durften auch mal andere glänzen: Cem Kara traf nach schönem Doppelpass mit André Fließ (76.) und dann noch per Freistoß aus 28 Metern (76.). Der Kopfballtreffer von Krengel zum 3:6 hatte nur noch statistischen Wert.

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