Ein Sieg ganz ohne Glanz

OSC Vellmar setzt sich gegen 1. FC Schwalmstadt 3:1 durch

Tor für Vellmar: Felix Bredow (in Blau) hat sich gegen Kevin Kutzner, Timo Brauroth, Fabian Seck und Andre Meier (von links) durchgesetzt. Foto: Fischer

Vellmar. „Hauptsache gewonnen.“ Wenn ein Fußballtrainer das sagt, umschreibt er höflich, dass seine Mannschaft nicht besonders gut war.

Für Mario Deppe war am Samstag nach dem 3:1 (2:1)-Sieg des OSC Vellmar in der Partie der Fußball-Hessenliga gegen den 1. FC Schwalmstadt das Ergebnis und der damit verbundene Sprung auf Tabellenplatz sieben wichtig. Jedenfalls wollte sich Vellmars Trainer von der spielerisch schwachen und taktisch fehlerhaften Vorstellung seiner Mannschaft die Adventsstimmung nicht verderben lassen.

Auf dem Sportplatz am Schwimmbad in Obervellmar entwickelte sich sofort ein merkwürdiges Spiel, denn beide Mannschaften setzten auf einen offenen Schlagabtausch. Den Raum auf dem Rasen nutzten sowohl der OSC als auch der 1. FCS zu gefährlichen Angriffen, aber beim Abschluss haperte es auf beiden Seiten.

Früher Rückstand

Allerdings hatte das Spiel ganz nach dem Geschmack der Gäste aus der Schwalm begonnen, denn Rolf Sattorov verwertete schon in der 4. Minute die grandiose Vorarbeit von Antonio Bravo Sanchez zum Führungstreffer. Auf der anderen Seite aber hatte kurz zuvor Jannik Weingarten eine klare Torchance vergeben.

Besser machte es Felix Bredow (8.), der eine Kombination über Weingarten und Kemper mit dem Ausgleichstreffer krönte. Dass der OSC mit einem 2:1-Vorsprung in die Pause ging, hatte er Dennis Schanze, Tobias Orth und dem Schwalmstädter Ricardo Seck zu verdanken. Schanze erzielte in der 19. Minute per Kopf das zweite Vellmarer Tor, Orth vereitelte mehrere Möglichkeiten des Tabellenschlusslichts, und Seck vergab eine Großchance nach der anderen. Immer wieder liefen die Konter der Gäste über den Rechtsaußen, aber Seck traf den Ball nicht, Seck traf das Tor nicht, und Seck scheiterte an Orth.

Spätestens zu Beginn der zweiten Halbzeit aber rückte ein Mann in den Blickpunkt, der eigentlich unauffällig agieren sollte. Schiedsrichter Patrick Hartmann zückte in dem fairen Spiel insgesamt elf Gelbe und drei Gelb-Rote Karten. Es ist nicht auszuschließen, dass Deppe an den Schiedsrichter gedacht hat, als er von einem unterhaltsamen Spiel sprach.

Ein Tor fiel in der zweiten Halbzeit schließlich auch noch, und es war kein Wunder, dass es nach einem Fehler zustande kam. In der 80. Minute holte sich Pascal Kemper einen verunglückten Rückpass von Steffen Bräutigam, umspielte Torwart Dominic Weiland und schob den Ball ins leere Tor.

Es war die Entscheidung in einem merkwürdigem Spiel, das nicht immer auf Hessenliga-Niveau ausgetragen wurde.

Von Gerd Brehm

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