Fußball-Hessenliga: Lohfelden unterliegt Hadamar nach gutem Auftakt mit 1:3

Spiel aus der Hand gegeben

Kurz vor dem Ausgleich: Hadamars Jonas Herdering (links) tritt einen Freistoß, Lohfeldens Torwart Andre Schreiber (rechts) kann den Ball nur abklatschen, danach fällt das 1:1. Foto:  Koch

Lohfelden. Niederlagen sind ja meistens bitter. Die 1:3 (1:1)-Pleite des Fußball-Hessenligisten FSC Lohfelden gegen den SV Rot-Weiß Hadamar am Samstag fällt in diese Kategorie.

Gerade weil sie „absolut unnötig war“, wie Tolga Ulusoy nach den 90 Minuten im Nordhessenstadion frustriert sagte. Wie alle Lohfeldener ärgerte sich der Mittelfeldspieler, dass sie die Begegnung gegen die Mittelhessen nach ansehnlichem Auftakt aus der Hand gegeben haben.

Lohfeldens Trainer Otmar Velte wählte drastische Worte: „Nach dem Gegentreffer zum 1:2 sind wir regelrecht eingebrochen“, sagte der 51-Jährige. Die Gäste seien danach in allen Belangen überlegen gewesen. Hadamar ging giftiger in die Zweikämpfe, zwang die Gastgeber zu Fehlern und schaltete blitzschnell um. „Uns hat in der zweiten Halbzeit die nötige Aggressivität gefehlt. Wir waren fast immer einen Schritt zu spät“, bilanzierte FSC-Kapitän Roy Keßebohm.

Dabei fing die Partie für den FSC gut an. 200 Zuschauer sahen eine spielfreudige Heimmannschaft, die den Ball sicher durch die eigenen Reihen laufen ließ, und die die Angriffe des Gegners im Keim erstickte. Lohfeldens Verteidiger Mentor Latifi drückte es so aus: „Wir hatten sie im Griff. Wir hätten aus unserer Überlegenheit nur mehr Tore machen müssen.“ Doch nur Serdar Bayrak traf – trocken per Foulelfmeter in 26. Minute.

Auch nach der 1:0-Führung spielte nur ein Team, das von Otmar Velte nämlich, und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis das 2:0 fallen würde. Aber dann, wie aus dem Nichts, schafften die Gäste kurz vor dem Wechsel den Ausgleich. „Ein Pflaumentor“, wie es Keßebohm bezeichnete. Nach einem Freistoß wehrte FSC-Torwart Andre Schreiber den Ball zur Seite ab, Hadamars Jurij Gros reagierte am schnellsten und staubte zum 1:1-Ausgleich ab (42.).

Kalte Dusche für Lohfelden. Doch die Nordhessen kamen unbeeindruckt aus der Kabine zurück. Allerdings deuteten auch die Gäste an, dass sie nicht nur einen Punkt aus Lohfelden mitnehmen wollten. Sie investierten wesentlich mehr als in den ersten 45 Minuten. Dieser Einsatz wurde belohnt. Nach einem blitzsauberen Konter war es erneut Gros, der abschloss und per Kopf für Hadamars 2:1-Führung sorgte (62.). Und nur sieben Minuten später legte Markus Neugebauer nach – ebenfalls nach einem Gegenstoß.

3:1 für Hadamar, und beim FSC war die Luft raus. Nach dem Schlusspfiff ließen die Lohfeldener die Köpfe hängen. Ulusoy sagte: „Da war mehr drin. Das tut schon weh.“

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