Auch im Heimspiel gegen Hadamar hütet Pascal Bielert das Tor des KSV Baunatal – wir stellen ihn vor

Wer steht denn da im Kasten?

Magischer Blick: Der 20-jährige Pascal Bielert genießt derzeit das Vertrauen des Trainergespanns Tobias Nebe und Manuel Pforr und hütet das Tor von Hessenligist KSV Baunatal auch am Samstag gegen Hadamar.

Baunatal. Bielert? Im Tor von Hessenligist KSV Baunatal? Wer ist denn das, fragten sich zahlreiche heimische Fußballfreunde. Und tatsächlich ist der 20-Jährige Schlussmann für viele noch ein unbeschriebenes Blatt. Trotzdem wird Bielert auch beim Heimspiel der VW-Städter gegen Rot-Weiß Hadamar am Samstag (15 Uhr, Parkstadion) im Kasten stehen.

Im vorigen August kam Bielert von Gruppenligist VfL Kassel zum Baunsberg als Torhüter der zweiten Mannschaft. Unversehens fand er sich beim Spiel in Oberrad früher als erhofft in der ersten wieder, weil Kollege Tobias Schlöffel verletzt war. Nachdem dieser zwischenzeitlich für eine Partie zurückgekehrt war, stand Bielert in den letzten vier Spielen im Tor.

„Wenn ich die Elfmeter schießen dürfte, würde ich es tun.“

Pascal Bielert

Für weitere Einsätze fühlt er sich gut gerüstet und sieht es nicht als heikel an, mitten im Abstiegskampf ins kalte Wasser geworfen zu werden. „Ich kenne die Situation ja vom VfL. Und wenn die Mannschaft im Mittelfeld der Tabelle herumdümpelt, sind Spannung und Konzentration womöglich niedriger. Dann lieber so“, sagt Bielert.

Obwohl sich Bielert und die bisherige Nummer eins Tobias Schlöffel laut Co-Trainer Manuel Pforr „nicht viel nehmen“, genießt der 20-Jährige momentan das Vertrauen des Trainergespanns. „Er punktet mit seiner Unbekümmertheit. Wir haben das Gefühl, dass die Abwehr mit ihm sicherer steht“, betont Pforr und ergänzt: „Man kann Pascal immer anspielen, was auch dem Aufbau guttut.“

Zu seinen Stärken zählt Bielert die Eins-gegen-eins-Situationen („Ich warte bis zur letzten Sekunde, wenn der Stürmer auf mich zukommt“). Schwächen macht er in seiner Strafraumbeherrschung aus. Zu selten traue er sich herauszulaufen.

Für Aufsehen sorgte Bielert bereits in der Saison 2011/12. Als Schlussmann der B-Junioren des damaligen Hessenligisten VfL Kassel verwandelte er sieben Elfmeter. Damit war er erfolgreichster Torschütze seiner Mannschaft. Ob er auch jetzt wieder als Strafstoßschütze infrage käme? „Wir haben eigentlich andere Schützen dafür. Wenn ich schießen dürfte, würde ich es aber tun“, sagt Bielert selbstbewusst, wenngleich er diese Disziplin nicht extra trainiert. Als ungünstig empfindet er es, dass der KSV derzeit nicht über einen Torwarttrainer verfügt. Zumal er mit einem solchen beim VfL gute Erfahrungen machte: „Dort habe ich lange mit Andreas Nogeitzig gearbeitet. Ohne ihn wäre ich nicht da, wo ich heute bin.“

Von Wolfgang Bauscher

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