Wer stürmt für die Keim-Elf? – Griesheim kommt mit Spielertrainer Barletta

Hessenliga: Seck rückt wieder ins Schwalmstädter Tor

Lang gemacht: Antonio Bravo-Sanchez (am Ball), hier gegen die Eschborner Rouven Leopold (li.) und Markus Hofmeier (2. v. re.), sowie Nico Langhans (rechts) wollen sich mit dem 1. FC Schwalmstadt im Kellerduell gegen Griesheim beweisen. Foto: Hahn

Treysa. Das Gefühl, zwölf Spiele in Serie auf einen Sieg in der Fußball-Hessenliga warten zu müssen, kennen beide. Auch wie es ist, sich langsam wieder aus dem Tief heraus zu arbeiten. Mit der Empfehlung von sechs Zählern aus drei Partien gastiert Viktoria Griesheim beim 1. FC Schwalmstadt, der aus den jüngsten beiden Heimspielen vier von sechs möglichen Punkten holte (So. 15.30 Uhr, Schwalmstadion Treysa, Kunstrasen).

„Wir denken zwar noch nicht an die Tabelle, aber das ist ein Gegner, den wir schlagen können und wollen. Jeder Zweikampf, jeder Laufweg wird entscheiden“, erklärt Christoph Keim. Da der FCS-Coach zuletzt etwas erkältet war, wird er wohl eher wieder nur auf der Bank sitzen. Sein Gegenüber ist hingegen sicher mittendrin. Das kommt unverhofft, denn Ex-Profi Angelo Barletta hatte seine Karriere eigentlich im Sommer 2012 wegen einer Bandscheibenverletzung beendet.

„Wir haben nicht die finanziellen Mittel, um personell nachzulegen. Deswegen versuche ich nun, aus dem Abwehrzentrum Impulse zu geben“, sagt der 37-Jährige, der zusammen mit Dominique Jordan die Innenverteidigung Griesheims bildet. Seit dem 11. Oktober (2:2 gegen Hadamar) mischt Barletta mit. Zwei weitere Änderungen gibt’s: Mittelfeldspieler Kevin Jung wurde in den Sturm beordert, wo Burak Bilgin (Fußverletzung) schmerzlich vermisst wird. Linksverteidiger Gordon Häder wurde aus der A-Jugend nach oben gezogen.

Mit den Neuerungen wäre den Zwiebelstädtern beinahe eine Sensation gelungen. Gegen den souveränenen Spitzenreiter Steinbach hielt die Viktoria am vergangenen Sonntag bis zur 90. Minute ein torloses Remis, ehe sie sich spät mit 0:2 geschlagen geben musste. „Mit der gleichen Einstellung müssen wir nun bei Schwalmstadt kämpfen“, weiß Barletta. Denn: „Wenn sie sich gegen uns nichts ausrechnen, gegen wen dann?“

Passend dazu stellt Keim sein Team erneut mutig mit zwei Stürmern auf. Beim 0:0 gegen Seligenstadt durften sich Antonio Bravo-Sanchez und André Meier in vorderster Front beweisen, beim 0:2 in Alzenau waren es Rolf Sattorov und Steven Preuß. Aus diesem Quartett wird das Duo gesucht, das von zwei dicht gestaffelten Viererketten abgesichert werden soll. Mit Steffen Bräutigam, der aufgrund eines Studiums in Köln zuletzt kaum trainieren konnte, Jannis Lerch, der eine Adduktorenverletzung auskuriert hat, und Timo Brauroth (nach grippalen Infekt) stehen drei Schlüsselspieler fürs Zentrum zur Verfügung.

Das Tor wird A-Junior Alessandro Seck anstelle von Dominic Weiland hüten. Die etatmäßige Nummer eins, Julian Wehlmann, hat Dienstag zum ersten Mal wieder trainiert. Der 20-Jährige braucht aber noch Zeit, weil er wegen einer Lungenentzündung gleich zweimal Antibiotika einnehmen musste.

Von Sebastian Schmidt

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