KSV Baunatal schlägt Griesheim im Parkstadion 5:1 – fünf verschiedene Torschützen, Ende der Negativserie

Ein Tag, an dem fast alles klappt

Treffer bei der Rückkehr: Baunatals Felix Schäfer (linkes Bild, links) stand nach einem Kreuzbandriss erstmals in der Startformation und erzielte ein Tor. Hier setzt er sich gegen Griesheims Samir El Fahfouhy durch. Rechtes Bild: Fatih Üstün, der zum 5:1 traf. Fotos: Fischer

baunatal. Die Derbyniederlage am vergangenen Wochenende gegen Lohfelden habe wehgetan, sagte Tobias Nebe, Trainer des Fußball-Hessenligisten KSV Baunatal, noch einmal während der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Viktoria Griesheim. Noch mehr, weil ihm nun Tom Samson, Egli Milloshaj (beide Mittelfußbruch) und Daniel Borgardt (Rotsperre) fehlen. Da dürfte der klare 5:1 (2:0)-Erfolg gegen Griesheim besonders gutgetan haben.

Kapitän Mario Wolf hatte vor der Partie gesagt, dass die Mannschaft derzeit eigentlich besser spielen würde als zu Saisonbeginn, als die Baunataler fünf Siege in Folge feierten. Nur die Ergebnisse würden jetzt nicht mehr stimmen. Das wollte er persönlich ändern. In der zweiten Minute eröffnete er das Toreschießen mit einem direkten Freistoßtreffer aus 20 Metern. Ein Knaller.

Und ab da war klar, in welche Richtung dieses Spiel gehen würde – immer auf das Tor des Griesheimer Schlussmanns Daniel Duschner. Die Gäste hatten über die gesamte Spielzeit drei Möglichkeiten, jeweils durch Stürmer Pascal Stork. Der vergab aber jedes Mal kläglich.

Ansonsten war nur auffällig, wie häufig die Griesheimer im Abseits standen. Die Linienrichter hatten ordentlich zu tun. Auf der anderen Seite machten es die Baunataler besser, die mit dem schnellen Spiel auf dem nassen Rassen besser zurechtkamen. In der 29. Minute war es Nico Schrader, der einen tollen Angriff mit einem Lupfer über den Torwart zum 2:0 abschloss. Maximilian Werner hatte einen langen Ball technisch anspruchsvoll mitgenommen und Schrader auf der linken Seite freigespielt.

„In den vergangenen Wochen hat uns die Effektivität gefehlt. Wir haben uns durch individuelle Fehler alles kaputtgemacht. Heute hat fast alles geklappt, wir hätten noch die eine oder andere Chance mehr nutzen können. Aber mit dem Ergebnis bin ich zufrieden“, sagte Malte Grashoff hinterher. Er bildete mit Fatih Üstün eine Doppelsechs, die dem Baunataler Spiel seinen Rhythmus gab.

Und zu diesem Tag, an dem fast alles klappte, passte dann auch, dass Felix Schäfer das 3:0 besorgte (67.). Jonas Springer war auf der linken Seite bis zur Grundlinie gegangen und hatte den Ball quergelegt – da stand Schäfer und musste nur noch einschieben. Für Schäfer war es das erste Spiel von Beginn an nach einem Kreuzbandriss.

Manuel Pforr (73.) und Fatih Üstün (89.) erzielten die weiteren Treffer für die Baunataler, die nach drei Niederlagen wieder zurück in die Spur fanden. Einziger Störfaktor: das Gegentor durch Theodoros Karras (87.). Nebe sagte dazu: „Ich hätte lieber 4:0 als 5:1 gewonnen. Das Gegentor ärgert mich sehr. Aber irgendwie scheint das die Philosophie hier in Baunatal zu sein.“ Er war aber dennoch zufrieden mit dem Spiel. Vor dem Hintergrund, dass mit Wolf nur einer seiner eigentlichen Viererkette übrig geblieben war, konnte er das sicherlich auch.

In der kommenden Woche können die Baunataler diese Leistung dann beim nächsten Heimspiel bestätigen. Da kommt Rot-Weiss Frankfurt mit Trainer Mario Basler ins Parkstadion.

Von Maximilian Bülau

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