Tiki-Taka und Moin, Moin

KSV Baunatal startet mit bunt zusammengewürfeltem Team in die Vorbereitung

Baunatal. Es klingt schon mal nach großem Fußball. Vidal. Costa. Guerrero. Die neuen Namen beim KSV Baunatal machen was her.

Der Hessenligist hat am Sonntag am Sportplatz am Baunsberg offiziell die Saison eröffnet. Und als Willi Nebe, der Sportliche Leiter, die Neuzugänge präsentierte, wurde schnell klar: Der KSV startet mit einem bunt zusammengewürfelten Team in die Vorbereitung.

Es gibt die Ur-Baunataler wie zum Beispiel Kapitän Niklas Hanske, Daniel Leipold und Nico Schrader – die Leistungsträger der vergangenen Spielzeiten. Aber es gibt auch ein Dutzend neuer Spieler, weshalb Trainer Tobias Nebe als schwierigste Aufgabe die Integration ansieht: „Wir müssen in der Vorbereitung als Team zusammenwachsen. Das ist erst mal eine große Herausforderung.“ Dafür hat die Mannschaft in Manuel Pforr sogar einen Integrationsbeauftragten bestimmt.

Zweifelsohne wird der Angreifer genug zu tun bekommen. Auch Antonio Bravo-Sanchez dürfte nicht langweilig werden. Der Edeltechniker mit den spanischen Wurzeln ist als Dolmetscher gefragt. Am Sonntag musste der Rückkehrer für Jesus Suarez Guerrero und Christian Vidal übersetzen. Selbst mit Marcelo Costa, der nur Portugiesisch spricht, klappte es mit Händen und Füßen. Außerdem bedankte sich Bravo-Sanchez, „dass ich in der ersten Mannschaft noch mal eine Chance bekomme“. Zur anstehenden Saison sagte er augenzwinkernd: „Jetzt gibt’s ein bisschen Tiki-Taka – und dann wird das schon.“

Dass sie in Baunatal auf einmal spanisch redeten, verlieh der Veranstaltung am Baunsberg tatsächlich ein gewisses internationales Flair. Südeuropäische Temperaturen wie im Urlaub herrschten ohnehin. Da wirkte die Begrüßung von Nordlicht Malte Grashoff fast schon fehl am Platz. „Moin, Moin“, sagte der Neuzugang in bester Bremer Manier. Von dem Mittelfeldspieler mit Regional- und Drittligaerfahrung versprechen sich die Baunataler viel. Wie alle Neuen fühlt sich der 23-Jährige „sehr wohl beim KSV. Ich bin hier super aufgenommen worden“, sagte Grashoff.

Noch wissen Nebe und Co. nicht, wie und ob die Neuzugänge einschlagen werden. Deswegen formulierten die Baunataler während der Saisoneröffnung, bei der Neu-Sponsor Gerhard Klapp fehlte, das Saisonziel ein wenig zurückhaltend. Klar ist: Der Absteiger will zurück in die Regionalliga. „Natürlich wollen wir wieder aufsteigen“, sagte Trainer Tobias Nebe.

Er weiß genau, dass die Erwartungen hoch sind und dass der KSV als Titelfavorit in die Saison geht. Angesichts der vielen Neuzugänge forderte der Coach ein bisschen Geduld. Nebe sagte aber auch: „Die Geduld wird es wohl im Umfeld nicht geben.“

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