Fußball-Hessenliga: KSV Baunatal unterliegt beim Regionalliga-Aufsteiger Watzenborn-Steinberg 1:4

Tobias Nebe: Die Luft war bei uns raus

Eine Szene aus dem Hinspiel: Baunatals Tom Samson (links) im Zweikampf mit Barbaros Koyuncu. Archivfoto: Schachtschneider

watzenborn. Fußball-Hessenligist KSV Baunatal kürt den Meister. Die VW-Städter unterlagen am letzten Spieltag beim neuen Titelträger und Regionalligaaufsteiger SC Watzenborn-Steinberg mit 1:4 (0:3).

„Die Luft war bei uns raus“, bekannte KSV-Trainer Tobias Nebe am Samstag nach der Partie vor über 2000 Anhängern entwaffnend ehrlich. Seine Schützlinge ergaben sich keinesfalls kampflos, aber dazu, dem Ligaprimus ein Bein stellen zu wollen, konnten sie sich auch nicht mehr aufraffen. „Die letzten Wochen waren zermürbend für uns. Das hat man heute gemerkt“, kommentierte Nebe. Dabei begann Baunatal zumindest im Vorwärtsgang ansprechend. Der KSV verbuchte zwar vor der Pause keine Torchance, wies aber mindestens ausgeglichene Spielanteile auf. Der Haken daran: Wolf, Hanske, Borgardt, Grashoff und Co. im Zentrum der Defensivabteilung erwischten ganz schwache erste 30 Minuten. Denis Weinecker (14.) und Raffael Szymanski (24./29.) durften ihr gemeinsames Torekonto mit den Treffern zur 3:0-Führung auf 42 schrauben. Alle drei Tore fielen nach kurzen Zuspielen durch die Mitte und bei allen drei Treffern waren die Gäste nur dabei, aber eben nicht mittendrin.

Die Begegnung war früh gelaufen und Watzenborn-Steinberg hatte längst in den Modus zur Ergebnisverwaltung und Feierlichkeitseinleitung geschaltet. „Nach der Pause haben wir das besser gelöst und mehr Spielanteile bekommen“, fand Tobias Nebe. Am 4:0 für den Meister durch Denis Weineckers Kopfball änderte dies freilich nichts (75.). Nach einem Foul an Patrick Krengel besorgte KSV-Stürmer Antonio Bravo Sanchez per Strafstoß mit der ersten Torchance Baunatals den 1:4-Endstand (81.).

Vom jüngsten Punktspielschwung, der immerhin zehn Punkte aus den letzten vier Partien brachte, war nichts mehr beim KSV geblieben. Dieser hatte eher sein Auswärtsgesicht aufgesetzt, das sechs Niederlagen bei den letzten sieben Auftritten in der Fremde sah. Und bei keiner dieser Niederlagen konnte Baunatal mehr als ein Tor erzielen. Oder um es mit Tobias Nebes Worten zu sagen: Die Nordhessen konnten nicht widerlegen, dass die Luft endgültig raus ist.

Von Rainer Maas

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