2:3 – KSV Baunatal verliert gegen Eschborn nach einer 2:0-Führung

In Unterzahl geht’s schief

Schwungvoller Beginn: Der Baunataler Patrick Herpe (links) setzt sich gegen Kevin Hillmann durch. Foto: Fischer

Baunatal. Im Blickpunkt stand der Schiedsrichter. Weil Thorsten Eick aus Alsfeld in der 59. Minute eine folgenschwere Fehlentscheidung traf, verlor der KSV Baunatal sein Fußball-Hessenligaspiel gegen den 1. FC Eschborn 2:3 (1:0).

Was war passiert? Der KSV Baunatal führte 2:0, als Mario Wolf im eigenen Strafraum gefoult wurde. Dann aber trauten die 150 Zuschauer im Baunataler Parkstadion ihren Augen nicht, als sie sahen, dass die Partie mit einem Elfmeter für die Gäste fortgesetzt wurde. Und bevor Lukas Ehlert verwandelte, wurde Wolf auch noch mit der Gelb-Roten Karte vom Platz geschickt.

Berechtigt war dagegen die gleiche Strafe, die Eick 13 Minuten später gegen Daniel Borgardt verhängte. Der Baunataler Mittelfeldspieler hatte sich ein unnötiges Foul erlaubt, sodass der KSV bis zur 85. Minute in doppelter Unterzahl agieren musste. Dann sah auch der Eschborner Lukas Ehlert Gelb-Rot.

Aber die Treffer, die - aus Eschborner Sicht - aus dem 1:2 ein 3:2 machten, fielen gegen neun Baunataler. Anthony Wade (75.) und Kristijan Bejic (78.) nutzten die doppelte Eschborner Überzahl.

Es ehrt den Baunataler Trainer, dass er sich an der Suche nach einem Sündenbock nicht beteiligt hat. „Den Elfmeter hätte der Schiri nicht pfeifen dürfen, aber es war unsere Passivität, die den Ausschlag gegeben hat“, sagte Tobias Nebe.

Optimaler Start

Dabei hatte das Spiel für seine Mannschaft optimal begonnen. Als es in der dritten Minute einen Freistoß für den KSV gab, legte sich Tolga Ulusoy den Ball 20 Meter vom Tor entfernt zurecht. Baunatals Mittelfeldspieler ließ sich auch von den Unkenrufen des Sportlichen Leiters Willi Nebe nicht beirren (siehe „Am Rande“) und verwandelte zur frühen 1:0-Führung. Dann versäumten es die Baunataler lange, auf 2:0 zu erhöhen, ehe schließlich Antonio Bravo Sanchez in der 53. Minute mit einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze erfolgreich war.

Nun - so schien es - war die Partie zugunsten des KSV entschieden, aber dann sorgte Schiri Eick für die Wende, die ganz und gar nicht nach dem Geschmack der abstiegsgefährdeten Baunataler war. Die spielen zwar nur selten wie ein Absteiger, aber in dieser Phase der Saison lügt die Tabelle längst nicht mehr.

Von Gerd Brehm

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