Jonas Spengler schießt Lohfelden zum 1:0-Erfolg in Vellmar – FSC-Torwart Bauernschmitt hält überragend

Vom Urlaub ins Derby-Glück

Immer zur Stelle: FSC-Torwart Timo Bauernschmitt. Vorn Vyacheslav Petrukhin, hinten Mentor Latifi.

Vellmar. Es war ein umkämpftes Hessenliga-Derby – mit etlichen Chancen auf beiden Seiten. Mit einem guten und einem überragenden Torwart. Und mit einem einzigen Treffer, der am Ende den Unterschied ausmachte.

Mit 1:0 (1:0) setzte sich der FSC Lohfelden beim OSC Vellmar durch und verschaffte sich damit Luft im Abstiegskampf. Das Team von Trainer Mario Deppe hingegen wartet weiter auf einen Sieg in 2015 und rutscht immer tiefer in die Krise. Aber auch diese drei Geschichten lieferte das Lokalduell:

1. Der Urlauber: Diesen Tag wird Jonas Spengler nicht so schnell vergessen. Gerade erst aus dem Urlaub von Sizilien zurück, saß der 20-Jährige zunächst auf der Lohfeldener Bank. Dann zog sich der bis dahin richtig gut aufgelegte Mirko Tanjic in der 25. Minute eine Zerrung zu und musste raus. Spengler kam für ihn in die Partie.

In der 66. Minute nahm der Mittelfeldspieler dann einen langen Ball perfekt an und ließ OSC-Torwart Tobias Orth mit seinem Flachschuss keine Chance. Kurz danach vergab Spengler sogar seine zweite große Chance, die der gute Vellmarer Schlussmann vereitelte. Das 1:0 hielt bis zum Schlusspfiff, den Spengler sitzend und mit schmerzverzerrtem Gesicht an der Seitenlinie erlebte, weil er kurz vorher in den Rasen getreten hatte.

„Wir haben heute mit viel Leidenschaft gespielt und uns den Sieg im Derby auch verdient. Es war ein körperbetontes und hitziges Spiel, das im Großen und Ganzen aber auch sehr fair verlief“, sagte Spengler.

2. Der Rückhalt: „Timo Bauernschmitt, Fußballgott“ – so war es nach dem Spiel vor den Kabinen zu hören. Ein Torwart als Fußballgott? Da muss schon viel passiert sein. Und das war es auch. Der 19-jährige Torwart des FSC Lohfelden machte hundertprozentige Chancen gegen Dominik Lohne (4.) sowie Sebastian Wagener (36.) zunichte und lenkte Schüsse von Moritz Meuser (51.) und Nasuf Zukorlic (61.) ans Aluminium.

Zudem parierte er in der 88. Minute einen Foulelfmeter von Dennis Schanze, den zuvor Roy Keßebohm verschuldet hatte. „Druck und Anspannung waren heute extrem. Unter diesen Rahmenbedingungen habe ich sicher das beste Spiel meiner Karriere gemacht“, sagte Bauernschmitt.

3. Die Ernüchterung: Stellte sich bei Vellmar ganz schnell ein. „Die nächsten Wochen werden echt haarig, weil wir jetzt auch ordentlich untendrin hängen“, sagte OSC-Kapitän Christian Wollenhaupt nach dem Spiel. Chancen hatten sie genug, auch Schlussmann Tobias Orth hielt stark gegen Tanjic (8., 11.) und Salkovic (22.). Aber am Ende blieb nach dem Derby nur Tristesse übrig. Foto:  nh

Von Torsten Kohlhaase

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