Hinter Erwartungen

OSC Vellmar blamiert sich mit 1:4

Christian Wollenhaupt

Alzenau. Der FC Bayern Alzenau hat seine Chance auf den Verbleib in der Fußball-Hessenliga gewahrt. Die Unterfranken bezwangen vor der angesichts der Bedeutung der Partie völlig enttäuschenden Kulisse von knapp 200 Zuschauern den bereits gesicherten OSC Vellmar mit 4:1 (2:0).

Nachdem der am Samstag sehr agile Philipp Beinenz bei seinem Flankenversuch Sebastian Wagener das Leder an den Arm geschossen hatte, deutete Schiedsrichter Marcus Rolbetzki auf den Elfmeterpunkt – eine durchaus strittige Entscheidung. Dennis Kallina ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen und die Weiß-Blauen konnten zum ersten Mal jubeln (7.). Nur zehn Minuten waren vergangen, da lag die Kugel erneut in den OSC-Maschen. Nach einem feinen Doppelpass mit Beinenz schob Marco Fritscher das Spielgerät ins lange Eck (17.).

Nach dem Wechsel drückte das Team von Trainer Mario Deppe aufs Tempo und kam zum Anschlusstreffer, den Marvin Steube nahezu ungehindert aus sieben Metern markieren konnte (51.). Doch kurz darauf hatte Dennis Kallina rechts alle Zeit der Welt, zog das Leder nach innen, wo Stefan Kresovic selbiges über die Linie drückte (52.). Doch unerwartet bot sich dem Deppe-Team noch einmal die Chance zu verkürzen: FCBler Sahin-Erman Tasgin hatte sich auf einen unnötigen Zweikampf im eigenen Strafraum eingelassen und foulte schließlich Mounir Boukhoutta. Passend zur schwachen Leistung seiner Mannschaft ballerte Enes Glogic den fälligen Elfer nicht nur über den Kasten, sondern sogar noch übers Alzenauer Vereinsheim (62.).

Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff ließ dann abermals Fritscher die komplette Vellmaer Deckung hinter sich und bediente Kresovic, der mit seinem zwölften Saisontreffer die 16. Vellmarer Saisonniederlage perfekt machte (75.).

„Wir waren schon gerettet, deshalb war die Luft einfach schon raus. Das darf und soll aber keine Entschuldigung für unsere wirklich schlechte Leistung sein“, meinte Vellmars Kapitän Christian Wollenhaupt. Foto: Fischer

Von Achim Dürr

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