Nach dem Sieg gegen Eschborn hat sich der OSC den Klassenerhalt gesichert

4:2 – Vellmar bleibt drin

Zweikampf an der Seitenlinie: Der Eschborner Michel Gschwender und Nasuf Zukorlic (rechts). Foto: Zgoll

Vellmar. Die Steigerung kam spät, aber gerade noch rechtzeitig. Nach dem 4:2 (1:2)-Sieg gegen den 1. FC Eschborn darf der OSC Vellmar auch in der kommenden Saison in der Fußball-Hessenliga spielen.

Am Samstag gegen Eschborn war die Mannschaft, der ihr Trainer Mario Deppe noch am Mittwoch nach der 0:3-Niederlage in Lehnerz vorgeworfen hatte, leidenschaftslos zu spielen, nicht wiederzuerkennen. Kuhn, Schanze, Zukorlic und Kollegen präsentierten sich so, als hätte es eine der längsten Krisen der Vellmarer Vereinsgeschichte gar nicht gegeben, und es lag nicht nur an den starken Gästen, dass die Partie 90 Minuten lang gehobenes Hessenliga-Niveau hatte.

Also nutzte Deppe die Gelegenheit, sein Urteil vom Mittwoch zu revidieren. Diesmal bescheinigte Vellmars Trainer seinem Team einen leidenschaftlichen Kampf und sagte zudem: „In der 2. Halbzeit war auch spielerisch vieles gut.“

Deppe und den anderen 200 Zuschauern haben sicherlich die Treffer, die zunächst zum 3:2 und schließlich zum 4:2-Endstand geführt haben, besonders gut gefallen. Und es war kein Zufall, dass der beste Vellmarer Spieler jeweils die Vorarbeit leistete. In der 69. Minute setzte sich Nasuf Zukorlic auf dem rechten Flügel durch, und der gerade eingewechselte Dominik Lohne erzielte mit seinem ersten Ballkontakt das 3:2. Beim Treffer zum 4:2, der in der 90. Minute die Entscheidung brachte, profitierte Felix Bredow - ebenfalls ein Joker - von dem präzisen Pass, der wiederum von Zukorlic kam.

Deppe und die anderen 200 Zuschauer mussten allerdings auch zur Kenntnis nehmen, dass der OSC in der ersten Halbzeit seinen Gästen zwei Geschenke gemacht hatte. Vor dem ersten Eschborner Treffer durch Yang (10.) verlor Matzenmiller den Ball an den Torschützen, und in der 36. Minute profitierte Wade von Weingartens Fehler. Wie gut, dass Pascal Kemper - erst per Freistoß, dann mit einem Kopfball - jeweils den Ausgleich erzielte.

Deppe und die anderen 200 Zuschauer stellen sich jetzt noch intensiver die Frage, warum Vellmars Kicker in den vergangenen Wochen und Monaten nur selten gezeigt haben, wie gut sie Fußball spielen können. Zweikämpfe suchen und gewinnen, genaue Pässe spielen, dribbeln und Tore schießen: Das alles haben sie gegen Eschborn gezeigt. Mit Leidenschaft.

Falls die Spieler in der Lage sind, aus Fehlern zu lernen, dürfte schon jetzt feststehen, dass der OSC in der kommenden Saison wieder besser sein wird als in der noch laufenden Serie.

Von Gerd Brehm

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