Der OSC besiegt Hessen Dreieich 3:1 und hat Aufwind im Abstiegskampf – Enes Glogic überragt

Vellmar: Erst gespielt, dann gekämpft

Starker Auftritt: Enes Glogic (rechts). Foto: Fischer

Vellmar. Ein potenzieller Absteiger spielt anders. Beim 3:1 (2:0)-Sieg gegen Hessen Dreieich präsentierte sich der OSC Vellmar in der ersten Halbzeit wie ein Spitzenteam der Fußball-Hessenliga und überzeugte in den zweiten 45 Minuten kämpferisch.

Zwei der drei Vellmarer Tore waren in Entstehung und Vollendung grandios und haben es verdient, detailliert geschildert zu werden.

14. Minute: Auf der rechten Seite zaubern Christian Wollenhaupt und Enes Glogic. Der Kapitän und der Spielmacher greifen ganz tief in die Trickkiste, düpieren ihre Gegner mit Hackentricks, spielen Dreieichs Abwehr mit Doppelpässen aus und setzen schließlich Jonas Springer in Szene. Der erneut überzeugende Mittelfeldspieler schießt flach, trifft ins Netz, und der OSC Vellmar führt 1:0.

25. Minute: Die Hauptrollen spielen auch jetzt Wollenhaupt und Glogic. Wieder zaubert das Duo eine herrliche Kombination auf den Rasen, aber diesmal spielt Glogic den Vollstrecker selbst - 2:0 für Vellmar.

Es ist vor allem diese Phase, in der die Mannschaft von Trainer Mario Deppe von ihren drei besten Spielern profitiert. Alle Vellmarer sind gut, aber Springer, Wollenhaupt und Glogic ragen heraus.

Die zweite Halbzeit hält dann aus Vellmarer Sicht nicht, was die ersten 45 Minuten versprochen haben. Das liegt aber hauptsächlich an den Gästen aus Dreieich, deren Gegenwehr nun deutlich zu spüren ist. Deppe ist dennoch zufrieden und bescheinigt seiner Mannschaft eine kämpferisch starke zweite Halbzeit, nachdem er von den ersten 45 Minuten geradezu geschwärmt hatte. „Das war toller Fußball“, sagt Vellmars Trainer.

Rudi Bommer, Ex-Nationalspieler und Coach der Gäste, hakte dagegen die erste Halbzeit schnell ab. „Vellmar war gut, wir nicht.“ Bommers Fazit: „Wir haben das Spiel trotz unserer Steigerung in der zweiten Halbzeit zu Recht verloren.“

Zurück zum bereits oben erwähnten Trio. Springers Fortschritte sind frappierend, Wollenhaupt steigert sich meistens in den besonders wichtigen Spielen, und Glogic zeigt, dass das Wohl und Wehe des OSC auch von seinem Befinden abhängt. In der Hinrunde war der OSC auch deshalb so schwach, weil Glogic wegen einer Verletzung lange fehlte. Jetzt ist er fit, und nun geht es mit den Vellmarern wieder aufwärts.

Der Blick auf die Tabelle macht bewusst, dass der OSC Vellmar im Abstiegskampf noch nicht aller Sorgen ledig ist. Die zuletzt gezeigten Leistungen aber geben den Optimisten recht, die sich nicht vorstellen können, dass die Hessenliga-Saison 2016/2017 ohne den OSC Vellmar stattfinden wird.

Von Gerd Brehm

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.