Deppe-Elf unterliegt in der Hessenliga dem SV Buchonia Flieden deutlich mit 1:4

Vellmar kassiert nächste Pleite

Schwer aufzuhalten: Fliedens Julian Ankert (links) mit nicht regelgerechtem Einsatz gegen Jonas Springer. Foto: Malmus

Vellmar. Dabei hatte der Herbst doch so gut angefangen. Am 26. September hat der OSC Vellmar in der Fußball-Hessenliga gegen Seligenstadt 4:0 gewonnen. Goldener Herbst? Von wegen, seitdem ist es der Elf von Trainer Mario Deppe nicht mehr gelungen, auf dem heimischen Sportplatz am Schwimmbad zu gewinnen.

Am Samstag gab es nun die fünfte Heimpleite in Folge: 1:4 (1:3) stand es am Ende der Partie gegen den SV Buchonia Flieden. Entsprechend bedient war Mario Deppe, der die Partie nach einer knappen halben Stunde nur noch vom Tribünenbereich aus betrachten durfte. Nach mehrmaligen, teilweise heftigen Verbalattacken gegen das Schiedsrichtergespann um den Butzbacher Tobias Panzer war es diesem zu bunt geworden. Deppe selbst bezog sich in der Pressekonferenz nach dem Spiel nicht mehr auf den Vorfall. Ebensowenig ging er auf die Steilvorlage von Moderator Rudi Hochheimer ein, der noch einmal auf die an manchen Stellen umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidungen zu sprechen kam. „Die Gegner kommen bei uns zu Toren, die sie sich nicht einmal selbst herausgespielt haben. Wir beschließen jetzt die Vorrunde mit 14 Punkten, und das ist zu wenig“, sagte der frustrierte Coach, der in der Tat eine erneut schwache Heimpartie seiner Mannschaft zu sehen bekommen hatte.

Dabei hatte noch alles so schön begonnen. Beide Mannschaften legten einen rasanten Start hin, und bereits in der siebten Minute hatte Christian Wollenhaupt seine erste hochkarätige Chance, traf aber nur das Außennetz. In der 13. Minute machte der Kapitän es allerdings besser: Nach einem Abpraller stand er genau richtig und erwischte die kurze Ecke – so hätte es weitergehen können. Ging es aber nicht, da der Ausgleich bereits eine Minute später durch den Fliedener Rumpeltes fiel, der den Ball im Abwehrgetümmel über die Linie schob.

Die Gäste kamen wegen der aufbrausenden Emotionen auf Vellmarer Seite nun zu zwei Elfmetern, die beide Male Leibold (19./24.) verwandelte. Danach folgte viel Gebrüll auf und neben dem Platz, Deppe musste seinen Platz an der Seitenlinie räumen, sein Co-Trainer Jörg Sostmann übernahm, und die zweite Halbzeit versprach Besserung. „Der Treffer zum 1:4 hat uns dann im vollen Lauf gebremst“, versuchte es Enes Glogic später mit einer Erklärung. Zuvor hatte Fliedens Stürmer Fabian Schaub nämlich für die frühe Vorentscheidung gesorgt (54.) und Vellmars Hoffnungen auf einen Herbst-Heimsieg zerstört.

Von Martin Scholz

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