Jörg Odensaß sieht Vorteile bei Lohfelden

Teamvergleich vor Derby: „Vellmar ist nicht chancenlos“

Dieses Duell wird es auch am Samstag geben: Dann stehen stehen sich Lohfeldens Stürmer Mirko Tanjic (links) und Vellmars Abwehrspieler Sebastian Wagener gegenüber. Foto:  Fischer/nh

Kassel. Statt vier Derbys in der Fußball-Hessenliga gibt es in dieser Saison sogar sechs. Das erste davon steigt am Samstag ab 15 Uhr, wenn der FSC Lohfelden den OSC Vellmar im Nordhessenstadion empfängt.

Einer, der bereits für beide Klubs im Sturm gespielt hat, ist der jetzige Espenauer Spielertrainer Jörg Odensaß (37). Er vergleicht die Derby-Teams für uns.

DIE TORHÜTER  

„Nach einigen Wechseln scheint André Schreiber nun in Lohfelden seine Heimat gefunden zu haben. Er ist fußballtechnisch gut ausgebildet und als spielender Torhüter sicherlich stärker als Tobias Orth. Aber auch der Vellmarer Keeper, mit dem ich 2009/2010 noch zusammengespielt habe, hat sich enorm weiterentwickelt. Auf der Linie nehmen sich beide sicher nichts.“

• Leichter Vorteil: Lohfelden

DIE ABWEHR 

„Lohfelden hat eine starke und sehr erfahrene Abwehr. Florian Heussner bringt jede Menge Schnelligkeit ins Spiel, Roy Keßebohm scheint nicht mehr so Platzverweis-gefährdet. Auch wenn die Innenverteidiger mal für einen Fehler gut sind, zählen Mentor Latifi und Vyacheslav Petrukhin zu den Besten. Zudem ist Petrukhin nicht nur aufgrund seiner vier Saisontore in toller Form.

Bei Vellmar hat der Abgang von Marvin Kuhn eine Lücke hinterlassen, zudem fällt der Ex-Lohfeldener Mounir Boukhoutta aus. Auch bei den Innenverteidigern Sebastian Wagener und Christian Brinkmann fehlt es noch an Stabilität. Im Vergleich zum FSC ist der OSC auf den Außenpositionen schwächer besetzt.“

• Klarer Vorteil: Lohfelden

DAS MITTELFELD 

„Bei Lohfelden überzeugt der 21-jährige Adrian Bravo Sanchez – ein super Fußballer. Die Neuzugänge Christian Käthner und Jannik Weingarten sind echte Verstärkungen, Serdar Bayrak bereitet gute Chancen über Außen vor.

Auch wenn Vellmar den Ausfall von Enes Glogic verkraften muss, stehen starke Spieler bereit. Jonas Springer ist schnell und torgefährlich, Nasuf Zukorlic ein super Techniker. Dennis Schanze räumt im defensiven Mittelfeld ab und schießt aus der zweiten Reihe. Moritz Meuser ist ebenfalls nicht zu vergessen.“

• Tendenz: Ausgeglichen

DER ANGRIFF 

Mit Thomas Müller und Mirko Tanjic verfügt der FSC Lohfelden über einen Spielertypen, den Vellmar derzeit nicht hat: den klassischen Mittelstürmer. Wenn René Huneck wieder bei 100 Prozent ist, wird es für die Gegner ungemütlich. Der OSC hat vor der Saison den kompletten Angriff verloren. Da müssen Enis Salkovic, der gut in Form befindliche Kapitän Christian Wollenhaupt und der wuselige Roger Garcia Hortigosa in die Bresche springen.

• Leichter Vorteil: Lohfelden

DAS FAZIT 

„Auch wenn Lohfelden den Vergleich gewinnt, ist Vellmar nicht chancenlos. Aber der OSC kann drei, vier Ausfälle nur schwer kompensieren, der FSC schafft das leichter. Weil ich für beide Vereine gespielt habe, tippe ich ganz solidarisch auf ein 2:2.“

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