Hessenligist OSC verteidigt schwach und sitzt nach 3:4 gegen Watzenborn-Steinberg im Tabellenkeller fest

Vellmar reichen drei Tore nicht

Unsanft gebremst: Vellmars Außenverteidiger Moritz Meuser, der über die linke Seite vor allem vor dem Wechsel Druck entwickelte, geht zusammen mit seinem Gegenspieler Barbaros Koyuncu zu Boden. Am Ende der Hessenliga-Partie waren zumindest die Gäste aber wieder obenauf. Foto: Malmus

vellmar. Zuerst musste er sich trotz der Niederlage Komplimente des gegnerischen Trainers Daniel Steuernagel anhören. Dann auf der Pressekonferenz auch noch den Versprecher von Moderator Dirk Engels über sich ergehen lassen, der ihn zur Belustigung der Zuhörer irrtümlich als Mario Adorf ansprach. Dabei war Mario Deppe, Coach des OSC Vellmar, nach dem 3:4 (1:3) seiner Hessenliga-Fußballer auf eigenem Platz gegen die SG Watzenborn-Steinberg nicht nach Scherzen zumute.

„Die Enttäuschung ist groß. Wir kommen momentan nicht an die Leistung der ersten vier guten Spiele heran“, betonte Deppe. Dabei war nicht alles schlecht, was seine Elf zu bieten hatte. „Es sah nicht so aus, als würden wir mit bisher drei Punkten gegen eine Mannschaft spielen, die schon 13 geholt hat“, merkte der Trainer an. In der Tat riss auch der Aufsteiger aus Mittelhessen keine Bäume aus. Aber die Gäste waren individuell etwas stärker besetzt und wirkten einen Tick solider.

Fehler leisteten sich beide Kontrahenten genug. Was die Torflut erklärt, denn Zwingendes bekamen die 200 Zuschauer selten zu sehen. Beide Foulelfmeter, den ersten von Erdinc Solak (5.) zum 1:0 für die SG und den zweiten von Enis Salkovic (28.) zum Ausgleich, musste man nicht unbedingt geben. Bitter war für den OSC vor allem der abermalige Rückstand durch den völlig unbehelligten Raffael Szymanski (35.) – gerade als die Vellmarer sich gefunden zu haben schienen. Einen Patzer von Dennis Schanze nutzten die Gäste vor der Pause prompt zum 3:1 (45.).

Neue Hoffnung für die Platzherren kam auf, als Gäste-Verteidiger Vaclav Koutny eine Flanke von Nasuf Zukorlic zum 2:3 ins eigene Tor abfälschte (52.). Wiederum Szymanski mit all seiner Wucht köpfte wenig später zur Vorentscheidung ein (57.). Obwohl eine Schlussoffensive des OSC nahezu ausblieb, verkürzte Kapitän Christian Wollenhaupt (88.) immerhin noch zum 3:4-Endstand.

Was Mario Deppe jedoch auch nicht versöhnlich stimmte. „Wir hatten vorher ausführlich darauf hingewiesen, dass man gegen einen Herrn Szymanski mit Körperkontakt spielen muss. Aber es gab keinen. Wenn wir weiter so grottenschlecht verteidigen, werden wir nicht viele Spiele gewinnen.“

Der eine oder andere Hoffnungsschimmer zeichnet sich immerhin am Horizont des OSC ab. Mit Marius Ehlert kehrte ein Spieler zurück, der in der Saison 2013/14 maßgeblich zur Vizemeisterschaft der Vellmarer beitrug. Nach über einjähriger Pause kam der 26-Jährige nach dem Wechsel für den an der Hüfte verletzten Mergim Hajzeraj zum Einsatz. Mounir Boukhoutta nimmt ab dieser Woche wieder am Mannschaftstraining teil, Enes Glogic steigt ins Individualtraining ein. Archivfoto: Fischer/nh

Von Wolfgang Bauscher

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