OSC Vellmar spielt gegen Rot-Weiß Frankfurt unentschieden

Den Ball fest im Blick: Vellmars Moritz Meuser (links) und Patrick Barnes. Foto: Fischer

Vellmar. 87. Minute: Der Sturmlauf von Nasuf Zukorlic am rechten Flügel ist unaufhaltsam. Dann schießt Vellmars Rechtsaußen den Ball ein wenig zu fest in die Mitte, aber vor dem Frankfurter Tor lauert Roger Garcia Hortigosa, und der steht völlig frei.

Vellmars Joker könnte nun den Ball stoppen und das Spielgerät aus fünf Metern ins Tor schieben. Er könnte das Leder aber auch gleich ins Tor schießen. Garcia Hortigosa entscheidet sich für die schlechteste Variante und schießt so unplatziert, dass ein Frankfurter Abwehrspieler retten kann.

So bleibt es in der Partie der Fußball-Hessenliga zwischen dem Abstiegskandidaten OSC Vellmar und dem Titelaspiranten Rot-Weiß Frankfurt beim 1:1.

Hätte Garcia Hortigosa getroffen, wäre das der verdiente Lohn für eine grandiose Leistung des OSC gewesen. Die Vellmarer machten aus der Not eine Tugend, als sie - weil es an gelernten defensiven Mittelfeldspielern mangelte - den rot-weißen Offensivdrang mit mutigen Attacken beantworteten.

Jonas Springer (9. Minute), Sebastian Wagener (10.) und Christian Wollenhaupt (21.) hatten beste Chancen, einen Treffer zu erzielen, aber Springer fand in dem Frankfurter Torwart Elvir Smaijlovic seinen Meister, während Wagener und Wollenhaupt ihr Ziel knapp verfehlten.

Nun darf allerdings nicht unterschlagen werden, dass auch die Rot-Weißen bis zu diesem Zeitpunkt mindestens drei Treffer hätten erzielen können. In der 23. Minute aber krönte Springer einen fantastischen Angriff über Glogic und Salkovic mit dem Treffer zur Vellmarer 1:0-Führung. Allerdings schaffte Damjan Marceta noch vor der Pause den Ausgleich (41.).

Vellmars Trainer Mario Deppe war vom guten Spiel der ersten 45 Minuten ebenso angetan wie vom großen Kampf der zweiten Halbzeit. In den letzten 20 Minuten mussten sich zehn Vellmarer den Angriffen der vollzähligen Frankfurter entgegenstemmen, weil ausgerechnet der sehr starke Jonas Springer Gelb-Rot gesehen hatte.

Klar, dass der OSC jetzt sein Heil nicht mehr überwiegend in der Offensive suchte, sondern hinten die Räume enger machte. Allerdings reichte es zu einigen gefährlichen Kontern, ehe - siehe oben - Garcia Hortigosa den Siegtreffer auf dem Fuß hatte.

Vellmars Kader ist klein und das Verletzungspech groß. Umso erstaunlicher ist es, dass Deppe Woche für Woche elf hessenligataugliche Fußballer präsentiert, die so fleißig Punkte sammeln, dass sie beste Aussichten haben, auch in der kommenden Saison der Hessenliga anzugehören.

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