Hessenligist zeigt Kampfgeist bei 0:2 gegen Tabellenführer Watzenborn-Steinberg

Vellmar verliert in fünf Minuten

Rote Karte nach Frustfoul: Sebastian Busch.

watzenborn. Eine sehr ordentliche Leistung über 70 Minuten zeigte der OSC Vellmar im Hessenligaspiel gegen den Tabellenführer aus Watzenborn-Steinberg und musste am Ende doch eine 0:2 (0:0)-Niederlage hinnehmen. Ehe der Spitzenreiter innerhalb von fünf Minuten das Spiel mit zwei Treffern (70./75.) für sich entscheiden konnte, hielt die Elf von OSC-Trainer Mario Deppe die Partie lange Zeit offen. Insgesamt hat Vellmar Courage gezeigt und dem Topfavoriten alles abverlangt. Das Team erhielt sogar Lob von Beobachtern und Gegnern, aber die Punkte blieben an der „Neumühle“.

In einer eher ereignisarmen erste Hälfte stand die Defensivabteilung des OSC sicher und ließ keine zwingenden Torchancen der Heimelf zu. In der Anfangsphase hatte Jonas Springer mit dem quirligen Kapitän Denis Weinecker etwas Probleme, sodass Deppe ihn lautstark wachrüttelte: „Enger ran, und erfüll’ deine Aufgabe“ gab er ihm lautstark mit auf den Weg. Da die beiden Innenverteidiger Sebastian Wagener und der bärenstarke Mounir Boukhoutta einen guten Tag erwischt hatten, brannte hinten zunächst nichts an.

„Bei unseren Kontern hätte ich mir mehr Mut und Abschlussfreudigkeit heute gewünscht“, sagte Deppe. So blieb es einzig beim schnell ausgeführten Freistoß durch Enis Salkovic nach knapp zwanzig Minuten, der aber nichts einbrachte. Als dann in der 70. Minute der Ball dem am langen Pfosten lauernden Weinecker vor die Füße fiel, schob dieser unbedrängt zur 1:0-Führung ein. Vellmar ließ die Köpfe nicht hängen und spielte weiter nach vorn. Nachdem die Abwehr für einen Moment zu weit aufgerückt war, ließen die Watzenborner mit einem perfekt vorgetragenen Konter über Szymanski, Weinecker und Koyuncu ihre Klasse aufblitzen und erhöhten auf 2:0 (75.)

Zu allem Überfluss handelte sich Sebastian Busch mit einem „Frustfoul“ an Szymanski im Mittelfeld die Rote Karte ein (76.). „Mit diesem Platzverweis entspannt sich unsere personelle Situation nicht. Ich bin jetzt neun Jahre dabei und habe auf der Bank zwei A-Junioren sitzen. Von daher war am Ende gegen die Teutonen nicht mehr drin“, bilanzierte Deppe.

Von Ralf Feuring

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