Beim FSC Lohfelden hängt der Haussegen schief

Velte platzt der Kragen nach 1:2 gegen Stadtallendorf

Zwei gegen einen: Die Lohfeldener Linor Demaj (links) und Demetrio D’ Agostino und Kenan Atas. Foto: Fischer

Lohfelden. Otmar Velte war stocksauer. Der Trainer des Fußball-Hessenligisten FSC Lohfelden hatte sich bei der Pressekonferenz zunächst darum bemüht, die 1:2 (1:1)-Niederlage seiner Mannschaft gegen Eintracht Stadtallendorf ruhig und sachlich zu analysieren, doch dann schlug er mit der Faust auf den Tisch.

Als Velte auf die Gelb-Rote Karte, die Mentor Latifi in der 80. Minute hinnehmen musste, zu sprechen kam, wurde der Trainer sehr laut, und seine Cola-Flasche wackelte so bedenklich, dass sie beinahe vom Tisch gefallen wäre.

Veltes Zorn richtete sich nicht gegen Schiedsrichter Boris Reisert, sondern gegen Latifi und seine anderen elf Spieler, die er am Samstag gegen Stadtallendorf eingesetzt hatte. „Meine Worte stoßen auf taube Ohren“, polterte der Trainer, und - einmal in Rage - fügte Otmar Velte hinzu: „Manchen Spielern fehlt das Herzblut, und wir scheitern immer wieder an den gleichen Dingen.“

Konkreter wurde Lohfeldens Trainer nicht, aber es ist kein Rätsel, was und wen er gemeint hat. Nur zwei Minuten nachdem Daniel Beyer einen Foulelfmeter zur 1:0-Führung verwandelt hatte (32.), leistete sich Pere Pavic 25 Meter vor dem Lohfeldener Tor ein ebenso überflüssiges wie dummes Foul, und Dominik Vogt glich zum 1:1 aus.

Den Stadtallendorfer Siegtreffer (85.) mussten zehn Lohfeldener hinnehmen, weil Latifi fünf Minuten zuvor wegen Meckerns Gelb-Rot gesehen hatte. Allerdings war diesmal der Freistoß, den Reisert gegen Vyacheslav Petrukhin verhängt hatte, umstritten. Davon aber ließ sich Ariel Szymanski nicht beirren. Stadtallendorfs Abwehrspieler hämmerte den Ball aus 25 Metern ins Dreieck.

Auf der anderen Seite hätte Linor Demaj vermutlich das Meer nicht getroffen, wenn er vom Strand aus geschossen hätte. Zweimal war Lohfeldens Rechtsaußen in bester Position zum Schuss gekommen, einmal flog der Ball weit über das Tor, und beim zweiten Versuch kullerte das Leder am Kasten vorbei.

Tanjic kommt

Zurück zur Pressekonferenz: Willi Becker, der FSC-Vorsitzende, deutete an, dass der Lohfeldener Kader schon in der Winterpause ein verändertes Gesicht bekommen könnte. Der Anfang ist bereits gemacht, denn vom TSV Lehnerz kommt Mirko Tanjic nach Lohfelden.

Von Gerd Brehm

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