Hessenliga: 0:2-Pleite gegen Wehen II – Torwart Orth sieht Rot und fehlt im Derby

OSC vergibt zu viele Chancen

Sah die Rote Karte: OSC-Torhüter Tobias Orth musss gegen Lohfelden zuschauen. Foto: Malmus

vellmar. Es gibt Spiele, die kann man verlieren, und es gibt Spiele, die man nicht verlieren darf. Das Hessenliga-Duell zwischen dem OSC Vellmar und dem SV Wehen Wiesbaden II gehört in letztere Kategorie. 0:2 (0:1) hieß es am Ende aus Sicht des Gastgebers vor 150 Zuschauern.

Das war unnötig, denn schon in der dritten Minute hatte Vellmars überragender Mittelfeldspieler Nasuf Zukorlic die große Chance zur Führung. Doch aus seinem Schuss wurde ein Schüsschen und somit kein Problem für Wehen-Keeper Raphael Laux, der anstelle von Ex-Bundesligatorwart Florian Fromlowitz im Tor stand.

Überhaupt hatte Wehen diesmal keine Unterstützung von der Drittligamannschaft dabei. Unter dieser Konstellation war der Gastgeber natürlich Favorit. Vellmar hatte auch noch weitere Chancen, so bei einem Weitschuss von Dennis Schanze. „Es darf sich keiner beschweren, wenn Vellmar mit zwei Toren in Führung geht“, sagte Wehen-Trainer Christian Lüllig nach dem Spiel.

Doch das Tor traf nur seine Mannschaft. Nach einem Pass von Marius Kleinsorge bat Stürmer Kofi Asamoah im Strafraum Schanze zum Tanz. Nach einer Drehung stand es plötzlich 1:0 für die Gäste (19.). In der Folge verflachte die Partie ein wenig. Vellmar spielte zwar zielstrebig nach vorn, ließ es aber an der Konsequenz im Abschluss vermissen - zumal die Stürmer Dominik Lohne und Pascal Kemper in der Luft hingen.

Trotzdem wollte Vellmars Trainer Mario Deppe seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen: „Wir haben spielerisch dominiert. Das einzige Manko: Wir treffen das Tor nicht.“

Denn direkt nach dem Seitenwechsel hatten erst Lohne und dann Zukorlic die Chance zum Ausgleich. Beides Möglichkeiten aus der Kategorie: Den muss man machen.

So blieb es aber beim 0:1. Bis Innenverteidiger Marvin Kuhn einen Aussetzer hatte. Sein schwacher Rückpass zu Torwart Tobias Orth brachte diesen in Bedrängnis. Orth ging mit den Stollen voran zum Ball und ließ einen Wehen-Angreifer vom Gras kosten (69.). Notbremse. Rote Karte und damit eine Zuschauerrolle beim Derby am Wochenende in Lohfelden.

„Diese Rote Karte haben wir uns selbst eingebrockt“, sagte Deppe. In der Schlussphase erhöhte Niklas Rottenau noch auf 2:0 für Wehen. Keine Frage, das Problem der Vellmarer liegt in der Chancenverwertung.

Von Daniel Schneider

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