Fußball-Hessenliga: Lohfelden verliert in Steinbach 1:3 – Demaj erzielt Tor für die Gäste

FSC verkauft sich unter Wert

Traf wieder: Lohfeldens Linor Demaj (rechts) – hier im Kopfballduell gegen Ederberglands Marco Kovacevic. Archivfoto: Schachtschneider

Steinbach. „Das Spiel stand auf Messers Schneide“, wie Trainer Otmar Velte richtig erkannt hatte. Aber am Ende musste sich der FSC Lohfelden beim TSV Steinbach ein wenig unter Wert mit 1:3 (0:1) geschlagen geben.

Weil beim nach der Winterpause unerklärlich schwächelnden Spitzenreiter der Fußball-Hessenliga das Glück zurückgekommen war.

„Zwei Dinge haben uns das Genick gebrochen“, haderte Linksverteidiger Roy Keßebohm nach der ordentlichen Vorstellung der abstiegsgefährdeten Nordhessen auf dem Kunstrasen im Haigerer Stadtteil mit Schiedsrichter Christoffer Reimund aus Michelstadt. Der entschied nach einem Zweikampf zwischen Vyacheslav Petrukhin und dem Steinbacher Arthur Tomas auf Strafstoß und zeigte dem bereits verwarnten Lohfeldener Innenverteidiger auch noch die Gelb-Rote Karte. „Das war eine knifflige Sache, aber aus meiner Sicht waren es gleich zwei Fehlentscheidungen“, ärgerte sich Keßebohm, der vom in der 56. Minute ausgewechselten Daniel Beyer die Kapitänsbinde übernommen hatte.

Bis dahin waren die ersatzgeschwächten Gäste, die neben Torjäger René Huneck (Kreuzbandriss), Stammtorwart André Schreiber (Handwurzelbruch) und Winter-Neuzugang Mirko Tanjic (Zerrung) auch noch auf die unter der Woche verletzten Jonas Schreiber und Mentor Latifi verzichten mussten, dem Regionalliga-Aspiranten auf Augenhöhe begegnet. „Ich habe uns in den ersten 30 Minuten der zweiten Halbzeit besser gesehen“, stand Trainer Velte mit seiner Einschätzung durchaus nicht allein da.

Nach sechs sieglosen Spielen seit dem Ende der Winterpause war beim TSV Steinbach die enorme Verunsicherung allgegenwärtig. Erst recht nach dem Ausgleich durch den von Enes Glogic mustergültig bedienten Linor Demaj (61.). „Viele Sachen spielen sich eben im Kopf ab“, erklärte der nach dem glücklichen Sieg sichtlich erleichterte TSV-Trainer Peter Cestonaro.

Von Thomas Hain

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