Fußball-Hessenligist kassiert beim 0:3 in Lehnerz alle Tore innerhalb kürzester Zeit

FCE verliert in fünf Minuten

Obenauf: Nichts zu holen gab es für den FC Ederbergland beim 0:3 in Lehnerz. Die Tore fielen in nur fünf Minuten. Unser Bild zeigt (links) Niklas Breunung. Maxim Zich vom FCE ist bloß Zuschauer. Foto: zhw

Lehnerz. Der FC Ederbergland geht mit einer 0:3 (0:0)-Niederlage in die Winterpause. Innerhalb von nur fünf Minuten erzielte Gastgeber TSV Lehnerz in der Fußball-Hessenliga drei Tore und machte den Sack zu. Der FCE überwintert somit auf einem Abstiegsplatz, allerdings mit Sichtkontakt zum hinteren Mittelfeld.

Es hätte in dem Fuldaer Vorort aber auch anders kommen können. 51 Minuten waren gespielt, als Maxim Zich im Strafraum von Niklas Breunung klar gefoult wurde. Schiedsrichter Simon Heß (Heppenheim) hatte zwar gute Sicht, ließ aber weiterspielen. Erster Kommentar des Lehnerzer Torwarts Benedikt Kaiser: „Den hätte man pfeifen können.“

Drei Minuten später ließ der eingewechselte TSV-Akteur Jan-Niklas Jordan drei Ederbergländer stehen und zog den Ball in den Winkel zum 1:0. Gerade zu diesem Zeitpunkt wurde Felix Nolte an der Außenlinie behandelt.

Die Ordnung war noch nicht wieder im Spiel der Gäste, als Dominik Rummel einen FCE-Pass abfing und zum 2:0 einschob (57.). Weitere zwei Minuten später segelte ein langer Ball in den FCE-Strafraum. Jordan setzte das Leder per Flugkopfball in die Maschen – das Spiel war gelaufen.

Wer den Auftritt des FCE in der ersten Hälfte beobachtet hat, hätte zur Pause keinen Cent auf einen so klaren Sieg des TSV gesetzt. Beide Mannschaften schenkten sich von der ersten Minute an nichts, was durch permanente Unterbrechungen allerdings keinen rechten Spielfluss zustande kommen ließ.

Für den ersten Aufreger sorgte ausgerechnet FCE-Keeper Sebastian Wack. Nach fünf Minuten spielte er leichtsinnig Dominik Rummel im Strafraum aus, übersah aber den dahinter postierten Renato Tusha. Der ging mit Ball Richtung Tor. Wack senste Tusha um – Elfmeter. Glück für den FCE, dass Rummel das Leder am Tor vorbei setzte. Auf der Gegenseite hatte zunächst Robin Wissemann (7.) einen Großchance. Er scheiterte aber ebenso an Kaiser wie Felix Nolte 20 Minuten später.

Der FCE kam sehr gut in die Zweikämpfe, was Lehnerz´ Trainer Henry Lesser seinen Mannen immer wieder lautstark ankreidete. Es war ein überraschend offenes Spiel, bei dem beide Mannschaften mit taktischen Fouls das Spiel des Gegners unterbanden.

Nach dem 0:3-Rückstand nahm Ederberglands Trainer Harry Preuß die angeschlagenen Felix Nolte, Pavel Ricka und Ingo Miß aus dem Spiel. „Es bringt nichts, wenn die Verletzungen schlimmer werden. Das Spiel drehen wir nicht mehr“, erkannte der erfahrene Coach. Tatsächlich spielte Lehnerz sein Spiel herunter, scheiterte mehrfach an Wack, während der FCE noch immer bemüht war, aber nach vorn zu konzeptlos vorging.

Von Wilfried Hartmann

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.