Fußball-Hessenliga: Lohfelden verliert in Lehnerz 0:1 – Trainer Velte verärgert

Zu viele Chancen vergeben

Abgezogen: Sebastian Sonnenberger (links) vom TSV Lehnerz kommt hier vor dem Lohfeldener Christian Käthner zum Schuss. Foto: Görlich

Fulda. „Wenn man das Spiel so im Griff hat wie wir Anfang der zweiten Halbzeit, musst du auch einfach mal ein Tor machen“, haderte Lohfeldens Otmar Velte nach dem Schluss- pfiff. Da hatte sein FSC in der Fußball-Hessenliga gerade 0:1 (0:0) beim TSV Lehnerz verloren. Lohfelden bot dem amtierenden Vizemeister durchaus Paroli, ließ aber in den entscheidenden Situationen die nötige Konsequenz vermissen. Das Tor des Tages erzielte Lehnerz‘ Toptorjäger Dominik Rummel.

In der 71. Minute spielte TSV-Mittelfeldmotor Renato Tusha mit seinem Pass Stürmerkollege Rummel frei, der eiskalt blieb und das Schicksal des FSC besiegelte. „Ich denke, einen Punkt hätten wir auf jeden Fall verdient gehabt. Gerade in der zweiten Halbzeit waren wir mit einer Hand am Sieg dran“, ärgerte sich Lohfeldens Trainer Otmar Velte.

Das sah der Lehnerzer Patrick Schaaf etwas anders: „Ich denke, wir haben das Spiel schon verdient gewonnen“, so der Mittelfeldstratege. „Am Ende haben wir es allerdings unnötig spannend gemacht.“ Lohfelden versuchte noch mal alles, um doch noch einen Punkt mit in die Heimat zu nehmen. Die Chancen hatte aber Lehnerz: Erst scheiterte Tusha nach einem Konter über Patrick Lesser und Schaaf an Gäste-Keeper Andre Schreiber (80.), dann wartete der eingewechselte Marek Weber, der nach einem Abschlag von TSV-Keeper Aykut Bayar plötzlich völlig frei vor dem Tor auftauchte, zu lange (87.) und zu guter Letzt brachte Tusha nicht genügend Druck hinter seinen Schuss (89.).

Nach einem fulminanten Beginn der Gäste, die über den Ex-Lehnerzer Mirko Tanjic schon früh einige Warnschüsse abgaben, gewöhnte sich Lehnerz immer besser an die harte, aber nie unfaire Gangart der Nordhessen. Lehnerz riss das Spiel nach einer Viertelstunde stärker an sich und hätte nach einem Kopfball von Dominik Rummel, den André Schreiber artistisch parierte, in Führung gehen können.

Die beste Chance im ersten Durchgang hatte Pierre Mistretta, der wohl selbst überrascht war, als er plötzlich völlig frei vor dem Lohfeldener Tor auftauchte, sich abdrängen ließ und nur das Außennetz traf.

In der zweiten Halbzeit glitt Lehnerz das Spiel immer stärker aus der Hand, die Gäste waren auf einmal die spielbestimmende Mannschaft und erarbeiteten sich einige Chancen: Erst scheiterte Mirko Tanjic aus zwölf Metern nur haarscharf (50.), wenig später konnte auch Serdar Bayrak den Ball nicht im Tor unterbringen.

Von Ralph Görlich

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