Fußball-Hessenliga

Fußballer Stefan Matzenmiller und Jannik Szczygiel: Sie müssen Zusehen

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In der vorigen Saison im Einsatz: Vellmars Verteidiger Stefan Matzenmiller (in Rot) gegen Alzenaus Torjäger Salvatore Bari.

Kassel. Ein halbes Jahr nach dem Saisonauftakt der Fußball-Hessenliga standen weder Stefan Matzenmiller (OSC Vellmar) noch Jannik Szczygiel (FSC Lohfelden) auch nur eine Minute auf dem Platz.

Auch am Samstag bei den Spielen ihrer Mannschaften in Dreieich beziehungsweise Griesheim  fehlen sie. Eine Leidensgeschichte.

Gebrauchte Tage gibt es oft. Ein gebrauchtes Jahr eher selten. Aber genau das erlebte Jannik Szczygiel. „Ich habe 2017 nur dreieinhalb Spiele bestritten“, sagt der Verteidiger. Im Frühjahr, damals noch beim KSV Baunatal, erlitt er einen Muskelfaserriss im linken Oberschenkel und fiel lange aus. Nach seinem Wechsel zum FSC passierte die gleiche Verletzung im rechten Bein. Und zwar nach zehn Tagen der Saisonvorbereitung. „Das war ein Riesenrückschlag“, sagt Szczygiel. Die Folge: eine vierwöchige Zwangspause. Als der 21-Jährige wieder ran durfte, fing die Leidenszeit erst so richtig an. „Die Verletzung riss noch tiefer wieder auf. Als der Arzt mir sagte, ich könnte 2017 nicht mehr spielen, dachte ich, das kann nicht wahr sein. Es war ja noch so lange bis zur Winterpause.“

Jannik Szczygiel.

So musste er sich also gedulden und fand sich nach dem ersten Schock einigermaßen mit der bitteren Prognose ab, „auch wenn es ständig in den Füßen kitzelte“. Inzwischen steht Szczygiel wieder im Training. „Ohne Probleme, seit dreieinhalb Wochen“, betont er. Zum Einsatz wird er dennoch erst nach der Pause kommen. „Darauf haben wir uns aus Gründen der Vorsicht geeinigt.“ Trainieren wird er freilich durchgängig.

Ertappen sich die Leidensgenossen je beim Gedanken, dass es mit ihnen für die Mannschaft hier und da besser gelaufen sein könnte? „Nein, gar nicht. Ich habe alle Heimspiele gesehen, und in denen haben die Jungs ja super ausgesehen“, betont Szczygiel. Auch Matzenmiller wehrt ab: „Nein, an so was denke ich nicht. Die Mannschaft hat sich doch auch prima entwickelt.“

Die Probleme des Vellmarers begannen während der Vorbereitung. „Ich dachte zunächst an muskuläre Probleme. Aber es zog sich, und dann brachte ein MRT Klarheit“, berichtet der 22-Jährige. Die Diagnose: Schambeinentzündung. Das Tückische daran: „Man merkt nichts davon unter Belastung, aber danach“, sagt Matzenmiller.

Er tat vieles, um die Heilung zu fördern. Besserung schien erst vor einem Monat einzutreten: „Ich dachte schon ans Aufbautraining, aber bei einem weiteren MRT wurde klar, dass die Entzündung noch nicht raus ist.“ Kurz vor der Verzweiflung stand der Verteidiger in diesem Moment nicht, „aber ein schwerer Rückschlag war es schon“. So hofft Matzenmiller nun auf seinen Wiedereinstieg nach der Winterpause: „Ich hatte schon zuvor schwere Verletzungen, komme aber immer wieder zurück.“

In Vergessenheit gerieten Szczygiel und Matzenmiller bei ihren Teams nicht. Bei Heimspielen sind sie immer dabei, manchmal auch auswärts. Und eine Einladung zur Weihnachtsfeier erhielten sie selbstverständlich auch.

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