Hessenliga: Schwalmstadt will „dreckig“ spielen

Warten auf das nächste Tor

StevenPreuss

Schwalmstadt. Seit 360 Minuten ist der 1. FC Schwalmstadt in der Hessenliga nun ohne Tor. Ob am Samstag (15 Uhr) beim Tabellenvierten SV Rot-Weiß Hadamar wieder gejubelt werden kann, ist zumindest fraglich.

Trainer Christoph Keim gibt zumindest eine Marschroute vor: „Wir müssen auch mal dreckig spielen!“ Was er damit meint: Der FC agiert noch zu naiv in den Zweikämpfen, muss mehr dagegenhalten, auch mal mit Mitteln, die einige als „unfair“, andere als „clever“ bezeichnen. „Dazu brauchen wir den unbedingten Willen, ein Tor zu schießen“, fordert Keim, der damit seine Offensive um Rolf Sattorov, Serkan Erdem und Jan Henrik Wolf in die Pflicht nimmt. Aber nicht nur: „Wir können auch mal aus der zweiten Reihe schießen. Steven Preuss hat das auch drauf.“

Beim FC kehren einige Spieler wie Kevin Kutzner und Nils Fischer wieder in den Kader zurück. Eine Mini-Bank wie beim Gastspiel in Seligenstadt wird es diesmal also nicht geben. Womöglich aber einen schmerzlichen Ausfall. Innenverteidiger Jannis Lerch knickte im Training um und muss heute zum Arzt. „Ich rechne eher nicht mit einem Einsatz“, so Keim.

Hadamar unkonstant

Hadamars Trainer Walter Reitz sieht sein Team in der Pflicht. „Ich erwarte einen Sieg. Aber das würde ich auch gegen jeden anderen Gegner erwarten.“ Denn sein Team agiert in diesem Jahr zu unkonstant. Zwei Siege stehen zwei Remis und zwei Niederlagen gegenüber. „Zu wenig für unsere Ansprüche“, findet Reitz. Ob der Tabellenvierte tatsächlich den weiterhin möglichen Aufstieg in die Regionalliga antreten würde, ist offen. „Der Vorstand verhält sich geschickt. Wir sollen dafür erstmal die sportlichen Voraussetzungen treffen“, sagt Reitz. Er baut im Sturm auf Khaibar Amani und Steffen Moritz, die zusammen in dieser Saison schon 27 Mal getroffen haben. Zum Vergleich: Schwalmstadt hat bislang insgesamt 13 Mal getroffen.

Trainer stapelt tief

Fehlen wird dafür Benjamin Kretschmer, der eine Rotsperre absitzen muss. „Ich erwarte Schwalmstadt deutlich stärker als im Hinspiel. Dort waren sie doch arg verunsichert und haben es uns leicht gemacht. Jetzt können sie ganz befreit aufspielen. Das ist gefährlich für uns“, meint Reitz, der im Hinspiel 4:0 gewann.

Das sieht Keim nicht ganz so: „Klar ist: Jeder, der gegen uns verliert, macht sich zur Lachnummer der Liga. So eine Blöße will sich niemand geben.“ (dts) Foto: Hahn

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