Hessenliga-Derby: FCS beim 1:3 verbessert, aber unglücklich - Rote Karte für Lerch

Hessenliga-Derby: Williams trifft, Erdem nicht

Auf der Hut: Schwalmstadts Torhüter Julian Wehlmann ist in dieser Szene vor eintracht-Angreifer Del Angelo Williams am Ball, dem später das 2:1 gelang. Fotos: Hahn

Treysa. Eigentlich dauert auch ein Derby 90 Minuten. Doch dieses war in weniger als einer Minute entschieden: dank einer verpassten und einer genutzte Chance. Durch Serkan Erdem (46.), der sich gegen zwei Gegenspieler im Stadtallendorfer Strafraum durchsetzte, dann aber knapp am langen Eck vorbei schoss. Und durch Del Angelo Williams, der es im Gegenzug besser machte und aus spitzen Winkel in die Maschen traf.

„Das war der Knackpunkt“, ärgerte sich Christoph Keim, Trainer des 1. FC Schwalmstadt. Statt 2:1 stand‘s 1:2 gegen einen Gegner, der nun im Hessenliga-Derby nichts mehr anbrennen ließ und durch Guzus verwandelten Strafstoß zum 3:1 (1:1) in der 86. Minute alle klar machte.

„Es lief für uns extrem unglücklich“, konnte Rolf Sattorov mit Fug und Recht behaupten. Da hatte er seine Mannschaft in der 26. Minute mit einem abgefälschten Schuss in Führung gebracht, die der FCS-Angreifer selbst (29.) und Stürmerkollege Erdem (33.) verpassten auszubauen, und doch gingen die leidgeprüften Gastgeber mit hängenden Köpfen in die Kabine.

Der Grund: Der Ausgleich Sekunden vor dem Halbzeitpfiff, der seinen Coach auf die Palme brachte: „Da hätten wir einfach handlungsschneller klären müssen.“ Stattdessen wurde das Leder nach einem Ademi-Eckball von Mohamed Arifi per Kopf auf Laurin Vogt verlängert, der sich aus kürzester Distanz diese Möglichkeit nicht entgehen ließ.

Natürlich war‘s verdient, denn natürlich hatte der Favorit bis dahin einige Chancen liegen lassen, aber auch dank der neuen Schwalmstädter Fünfer-Abwehrkette wenig Gefährliches zustande gebracht. „Wir haben uns schwer getan. Es war ein schwieriges Spiel“, gestand Eintracht-Trainer Dragan Sicaja.

Mit der Führung im Rücken wurd‘s leichter für den Gast. Zumal sich das Schlusslicht beim Bemühen um den Ausgleich zu langen Bälle hinreißen ließ, die Vidakovics, Guzu und Co. nicht in Bedrängnis bringen konnte. Mit der Gelb-Roten Karte für Fabian Seck (78.) war‘s um den tapferen Aufsteiger endgültig geschehen, ohne dass seine Leidenszeit eine Ende hatte. Schmerzhafter noch als der dritte Gegentreffer durch Raul Dorian Guzu war da die Rote Karte für Abwehrchef Janis Lerch, die dieser für sein vorausgegangenes Handspiel bei einem Schudy-Schuss sah. Hätte der ansonsten starke Schiedsrichter sicherlich auch anders auslegen können, doch irgendwie passte seine (harte) Entscheidung ins Schwälmer Bild.

Von Ralf Ohm

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