Lohfeldens Gegner SV Wiesbaden hat Gang in die Gruppenliga angekündigt, darf nun aber wieder hoffen

Ziehen sie zurück oder nicht?

Trainer beim SV Wiesbaden: Djuradj Vasic, hier noch während seiner Zeit beim SV Wehen Wiesbaden, geht mit seinem Team schweren Zeiten entgegen. Foto:  dpa

Baunatal. Als die Hessenliga-Fußballer des SV Wiesbaden in die Saison starteten, war der Regionalliga-Aufstieg ihr Ziel. Als Dritter spielen sie tatsächlich oben mit. Aber es ist unklar, wie es mit dem Traditionsverein weitergeht. Der SVW kündigte den Rückzug in die Gruppenliga an, kämpft aber weiter um den Verbleib in der Hessenliga. Vor dem Gastspiel beim FSC Lohfelden (Samstag, 15 Uhr, Nordhessenstadion) klären wir auf. Die Notbremse lösen

Aus Angst, den Etat für die kommende Saison nicht decken zu können, zogen die Verantwortlichen beim SV Wiesbaden die Notbremse. Auch deshalb, weil die angestrebte Allianz mit dem Drittligisten und Nachbarn SV Wehen Wiesbaden zur Bildung einer schlagkräftigen Einheit verworfen werden musste. Ob der Klub allerdings tatsächlich in der nächsten Saison in der Gruppenliga startet, steht noch in den Sternen. „Wir arbeiten mit Hochdruck in alle Richtungen und klopfen sämtliche Möglichkeiten ab, den Etat doch noch zu sichern“, beteuert Geschäftsführer Thomas Andiel und ergänzt: „Um Planungssicherheit zu gewährleisten, wollen wir gern bis spätestens Ende März eine Aussage treffen.“

Heimische Klubs hoffen

Betroffen von der endgültigen Entscheidung des SVW, die spätestens am 15. Mai fallen muss, könnten auch zwei heimische Hessenliga-Klubs sein. Ziehen die Landeshauptstädter zurück, gelten sie als erster Absteiger. Der KSV Baunatal und der OSC Vellmar müssten dann im Kampf um den Klassenerhalt einen Konkurrenten weniger hinter sich lassen. Motivation der Spieler

Keine Hoffnungen machen können sich die nächsten Gegner der Wiesbadener, dass diese mit lascher Einstellung in ihre weiteren Partien gehen könnten. „Die Mannschaft ist heiß, die Jungs spielen, als ob es um den Aufstieg ginge“, erklärt Andiel. Die Zahlung der Grundgehälter sei sicher. „Und je höher wir am Ende in der Tabelle stehen, desto höher ist die Prämie für die Spieler“, führt der Geschäftsführer weiter aus. Zudem glänzte die Mannschaft von Trainer Djuradj Vasic in der Vorbereitung auch gegen höherklassige Gegner.

Wie sich der FSC einstellt

Absolut ernst nimmt Otmar Velte den kommenden Gegner. „Fakt ist, dass alle Wiesbadener Spieler in der Hessenliga bleiben und sich empfehlen wollen. Ich bin sicher, dass wir mindestens 80 Prozent von ihnen in der nächsten Saison wiedersehen. Entweder dort, oder bei einem anderen Klub“, betont der FSC-Trainer. Um den SVW wie im Hinspiel zu packen, müsse bei seiner Elf alles stimmen: „Gegen diese überragende Mannschaft brauchen wir eine hundertprozentige Mannschaftsleistung. Wenn nur einer abfällt, klappt es nicht.“

Von Wolfgang Bauscher

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