Hessenliga:Vellmar glänzt nur eine Hälfte

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Druckvoll: OSC-Verteidiger Oliver Scherer (rechts) erwischt den Ball vor Fuldas Dustin Ernst. Dieser schied später wie zwei seiner Mitspieler verletzt aus. 

Vellmar. Klar hätten die Hessenliga-Fußballer des OSC Vellmar im Kampf um den Klassenerhalt auch zu Hause gegen Borussia Fulda gern gepunktet. Doch selbst nachdem die Gäste mittels ihrer individuellen Klasse 4:1 (1:1) gewonnen hatten, verloren die Vellmarer nicht die Zuversicht. Und dafür gibt es Gründe.

Einer davon heißt KSV Hessen Kassel. Bleibt der Nachbar in der Regionalliga, steigen auch die Chancen des OSC. Und so verwunderte es kaum, dass die Vellmarer Anhänger auf der Tribüne des Stadions am Schwimmbad immer wieder nach dem Spielstand im Auestadion fragten, wo die Löwen gegen Walldorf spielten.

Aber der OSC wollte das Seine dazutun und bot eine starke erste Hälfte. Gegen die 20 Minuten lang lethargischen Borussen behauptete sich Robin Wissemann nach einer feinen Kombination im Strafraum und setzte den Ball zum 1:0 ins Tor (8.). Es war sein zwölfter Treffer. „In der ersten Halbzeit hatte ich das Gefühl, wir holen mindestens einen Punkt oder sogar drei. Der Knackpunkt war, das Fulda nach der Pause durch Einzelaktionen mit zwei Angriffen zwei Tore machte. Plötzlich liegst du hinten und weißt nicht warum“, lautete das Fazit des Stürmers.

Bis zur 39. Minute hielt die Führung. Spielten die Gäste mannschaftlich nicht immer ihrer Qualität entsprechend, so ließen sie doch immer wieder ihr Können aufblitzen. So wie Younes Bahssou, der gleich dreimal traf. Den Ausgleich erzielte er mit einem Kopfball-Kracher aus 14 Metern (39.). Dann traf er per Seitfallzieher nach einem abgewehrten Ball (51.) und schließlich mit etwas Glück, nachdem OSC-Schlussmann Tobias Schlöffel bereits gerettet hatte (55.). Das vierte Tor fiel durch einen Strafstoß von Leon Pomnitz, nachdem Schlöffel Branimir Velic gefoult hatte (90.).

„Auch wegen mangelnder Erfahrung stieg nach dem Wechsel bei uns die Fehlerquote“, bemerkte Vellmars Trainer Mario Deppe. Gefährlich vor das Gäste-Tor kam seine Elf nur noch einmal. Während sich der angeschlagene Enes Glogic über die Zeit mühte, beklagten die Borussen das Ausscheiden von gleich drei Schwerverletzten.

Weitere Gründe, warum der OSC weiter hofft, nannte Deppe nach der Partie: „Unsere erste Halbzeit war sensationell gut. Dass wir nach nur sechs Punkten in der Vorrunde jetzt Viertletzter sind ist auch sensationell, und dass wir von niemandem abhängig sind und alles selbst in der Hand haben ebenso.“ Der Trainer verwies damit auf die abschließenden Heimspiele gegen Ederbergland und Neu-Isenburg. Und alles immer unter der Voraussetzung, dass der KSV mitspielt.

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