Hessenpokal-Finale: Wiesbaden viel zu stark für Baunatal

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Manual Pforr (vorne) und der Torschütze zum 1:2-Anschlusstreffer für Baunatal, Patrick Krengel.

Bereits zur Pause war das Finale des Hessenpokals entschieden. Zwar trat der Außenseiter KSV Baunatal in der flotten ersten Halbzeit gegen SV Wehen Wiesbaden mutig auf und hatte sogar Chancen.

Aber: Der Hessenligist lag im Wetzlarer Stadion eben doch 1:4 zurück. Am Ende setzten sich die Wiesbadener deutlich 8:1 (4:1) durch und gewannen zum sechsten Mal den Hessenpokal. Ein Trost bleibt den Baunatalern trotz der bitteren Niederlage: Für den DFB-Pokal waren sie schon vor dem Endspiel qualifiziert.

Das Finale begann mit 15 Minuten Verspätung, da die Nordhessen im Stau standen. Aber auch nach Anpfiff waren sie noch nicht wirklich da. So stand es bereits nach 20 Sekunden 1:0 für den Favoriten: Maximilian Dittgen flankt von der linken Seite. Manuel Schäffler köpft unbedrängt ein. Schlechter konnte es aus Sicht des KSV nicht losgehen. Schon die Aufstellung der Wiesbadener hatte gezeigt, wie ernst sie das Spiel nahmen. Es standen fast ausschließlich Stammspieler der erfolgreichen Aufstiegssaison auf dem Platz. Zur Erinnerung: Die Neuzugänge durften beide Teams nicht einsetzen.

Aber die Baunataler schockte der frühe Rückstand nicht. In der dritten Minute zog Florian Heussner mit Glück und Geschick in den Strafraum. Er schlenzte den Ball aufs lange Eck, aber SV-Torhüter Lukas Watkowiak kam noch mit den Fingerspitzen ran. Kurz darauf war Rolf Sattorov bei einem Konter seinem Gegenspieler Sascha Mockenhaupt schon entkommen, aber der stoppte ihn noch im letzten Moment (11. Minute).

Die Wiesbadener waren immer gefährlich, wenn sie mit viel Tempo über die Flügel kamen. Und sie hatten mit Schäffler einen Torjäger, der eiskalt abschloss. In der 15. Minute ließ er zwei KSV-Verteidiger aussteigen und schob zum 2:0 ein. Das ging zu einfach.

Es schien alles für den Favoriten zu laufen, aber die Baunataler beeindruckte das nicht. Und fast hätten drei Minuten gereicht, um zurück ins Spiel zu kommen. Erst zirkelte Patrick Krengel einen Freistoß aus 25 Metern traumhaft in den Winkel – 1:2 (21.). Nur eine Minute später zog Sattorov in den Strafraum und wurde von Moritz Kuhn an der Grundlinie gefoult. Elfmeter. Sattorov wollte selbst schießen, aber Fatih Üstün setzte sich in der kurzen Diskussion durch. Keeper Watkowiak sprang allerdings in die richtige Ecke und hielt den Strafstoß.

Danach übernahmen die Wiesbadener immer mehr die Kontrolle. Das 1:3 verhinderte KSV-Torhüter Pascal Bielert zunächst noch bei der 1:1-Situation gegen Daniel Kyereh (30.). Beim Eigentor von seinem Innenverteidiger Niklas Künzel war er aber machtlos. Kuhn hatte geflankt. Künzel wollte klären, köpfte aber ins eigene Tor – 1:3 (43.). Genauso bitter: Kurz vor dem Halbzeitpfiff traf Kuhn durch einen abgefälschten Freistoß zum 4:1.

Bei Temperaturen über 30 Grad und erst einer Woche in der Vorbereitung fiel es den Baunataler in der zweiten Halbzeit immer schwerer, dem weiter hohen Tempo der Wiesbadener Profis zu folgen. Schäffler nach einem Eckball (55.), Kyereh mit seinem Doppelpack (58., 75.) und Nicklas Shipnoski (78.) erhöhten so auf 8:1.

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