Annullieren oder Hinrunde werten?

Hessische Fußballsaison: Jetzt haben die Vereine das Wort

Geschlossenes Kleinspielfeld in Bergheim mit Netz im Vordergrund.
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Weiter ungewiss: Wann gibt es wieder richtig Leben auf den Sportplätzen?

Die Hinrunde zu Ende spielen oder die Saison annullieren: Diese beiden Optionen verfolgt der Hessische Fußball-Verband nach monatelangem Lockdown für seine zweite Corona-Saison.

Korbach - Kreisfußballwarte, Regionalbeauftragte und Präsidium diskutierten am Donnerstag Abend in einer Videokonferenz rund zweieinhalb Stunden lang die Alternativen. Nun haben die Vereine das Wort. Endgültig entscheiden will der Verbandsvorstand in einer weiteren Videokonferenz am 27. März.

„Im Rahmen der Diskussion wurde deutlich, dass unter den Kreisfußballwarten noch kein abschließendes Meinungsbild herrscht. Die Einschätzungen sollen nun in Kreiskonferenzen noch näher über zwei Optionen, nämlich Durchführung der Vorrunde oder Annullierung der Meisterschaftsrunde, unter die Lupe genommen werden“, sagte HFV-Präsident Stefan Reuß laut Pressemitteilung. Er betonte: „Die Beiträge und Ansichten der Vereine spielen dabei eine große Rolle.“

Da die aktuellen Corona-Verordnungen von Bund und Ländern bis 28. März gelten, sollen die Ergebnisse der Kreiskonferenzen bis zum 25. März gebündelt werden. Sie bilden die Grundlage für die „finale Entscheidung“. Sollte die Meisterschaftsrunde für null und nichtig erklärt werden, „wird in den Kreisen nach Möglichkeiten gesucht, die Zeit fußballerisch zu nutzen“, so der HFV.

Reuß will verbandsweit einheitliche Regelung

Reuß machte allerdings eine gewichtige Vorgabe. „Im Rahmen einer Entscheidung wünschen wir uns ein einheitliches landesweites Vorgehen für Männer-, Frauen- und Jugendfußball, denn wir sitzen alle in einem Boot und gehören als Fußballfamilie zusammen. Dabei müssen wir den Blick auch bereits nach vorne auf die kommende Spielzeit richten und mit alternativen Spielklassenmodellen mehr Flexibilität gewährleisten“, erklärte er.

Wenig Hoffnung auf eine Fortsetzung der Runde ließ Vizepräsident Torsten Becker erkennen. „Die Inzidenzzahlen sind aktuell leider besorgniserregend“, sagte er. Einzelne Fußballkreise etwa in der Region Gießen/Marburg plädieren bereits dafür, die Runde zu annullieren. Dagegen hat sich in Schwalm-Eder eine Mehrheit der Vereinsvertreter dafür ausgesprochen, zumindest die Hinrunde zu beenden und zu werten. In Waldeck dürfte Kreisfußballwart Gottfried Henkelmann schon für nächste Woche zur Videokonferenz einladen

Sollte die Serie 2020/21 für ungültig erklärt werden, entfallen Auf- und Abstieg. Bei einer Fortsetzung der Runde nannte Becker die schon erprobte Quotientenregelung als mögliche Basis für eine Wertung. (mn)

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