Empfehlung ausgesprochen

HFV-Entscheidung zur Relegation: Auch Hessen hat sich festgelegt

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Die Schuhe bleiben aus: Die Fußball-Saison wird wohl abgebrochen. 

Kassel – Der letzte Schritt fehlt noch, aber er wird wohl nur noch eine reine Formsache sein. Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat am Wochenende eine Pressemitteilung veröffentlicht.

Und diese trägt die Überschrift „HFV-Verbandsvorstand empfiehlt Quotientenregel bei Relegations- und Aufstiegsspielen“. Bei einer Sitzung dieses Vorstands am Samstag wurde eine Empfehlung erarbeitet, die beim außerordentlichen Verbandstag am 20. Juni bestätigt werden muss. Dass genau das passiert, ist zu erwarten. Es ist also ein Ende in Sicht bei der wochenlangen Suche nach einer Lösung, die für die meisten Vereine praktikabel ist. Und in zwei Wochen haben dann alle wohl auch die Sicherheit, in welcher Liga sie in Zukunft antreten.

Die Empfehlung des HFV betrifft dabei alle Männer-, Frauen- und Jugendspielklassen sowie die Futsal-Abteilungen. In der Pressemitteilung gibt der Verband drei Beschlussvarianten vor, über die am 20. Juni abgestimmt wird. Variante A umfasst eine Abschlusstabelle nach Quotientenregel, direkte Auf- und Absteiger sowie keine Auf- und Absteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen. Variante B hat die Änderung, dass es keine Absteiger gibt – außer bei Ausscheiden, freiwilligem Abstieg oder Rückzug. Und Variante C – die der HFV empfiehlt – umfasst eine Abschlusstabelle nach Quotientenregel, direkte Auf- und keine Absteiger, außer bei Ausscheiden, freiwilligem Abstieg oder Rückzug, sowie Aufsteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen nach Quotientenregel.

Ende der vergangenen Woche hatte ein Zusammenschluss vieler Vereine aus Hessen einen offenen Brief an den Verband geschickt, in dem genau das gefordert wurde. Bis zum Wochenende war unklar gewesen, ob der HFV die Mannschaften, die derzeit auf Plätzen stehen, die zur Teilnahme an Relegations- und Aufstiegsspielen berechtigen, berücksichtigt oder außen vor lässt.

Entschieden worden war bislang nur, dass der KSV Hessen in die Regionalliga Südwest aufsteigen wird – als bester Zweiter aus drei Oberligen. Der HFV hatte zunächst nur Vorschläge unterbreitet, in denen die Zweitplatzierten nicht bedacht werden, auf Drängen des KSV schließlich seine Meinung geändert und sich bei der Gesellschafterversammlung der Regionalliga Südwest für die Interessen der Löwen eingesetzt.

Nun wird es sehr wahrscheinlich dieselbe Regelung für den gesamten hessischen Amateurfußball geben. Heißt: Hätte es Aufstiegsspiele, also einen Vergleich zwischen zwei oder mehr Teams aus einer Klasse um den Aufstieg gegeben, wird die Quotientenregel bestimmen, welche Mannschaft aufsteigt – so wie es beim KSV Hessen der Fall war. Gibt es Relegationsspiele – also den Vergleich zwischen einem Verein aus einer oberen Liga und Klubs einer unteren Liga – dann gibt es keine Absteiger und der Quotient wird nur bei den Teams aus der unteren Liga gebildet – die bessere Mannschaft steigt auf.

Im nordhessischen Männer-Fußball bedeutet das konkret, dass neben dem Lichtenauer FV auch der FSV Dörnberg in die Verbandsliga aufsteigt, Schwalmstadt dagegen das Nachsehen hat. Zudem schafft der TSV Wolfsanger den Sprung aus der Kreisoberliga in die Gruppenliga. Wolfsanger ist zwar derzeit nur Tabellendritter, hat aber 33 Zähler wie Wilhelmshöhe geholt und ein Spiel weniger, steht per Quotient also besser da und auch besser als die Konkurrenten aus den anderen Kreisoberligen.

„Ich denke, mit dieser Regelung können die meisten leben“, sagt Horst Riemenschneider, Regionalbeauftragter für Nordhessen beim HFV.

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