Serie: Spielführer im heimischen Fußball

Ilse führt Umbruch beim DSC Dransfeld an

Justus Ilse (vorn), hier im Duell mit Niemetals Janis Riemenschneider.
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Öfter mal im Brennpunkt: Justus Ilse (vorn), hier im Duell mit Niemetals Janis Riemenschneider.

Justus Ilse ist als Kapitän des Dransfelder SC in große Fußstapfen getreten: Sein Vorgänger hieß Benjamin Mielenhausen, der bestimmende Dransfelder Fußballer der vergangenen Jahre.

Dransfeld – Der erst 22-jährige Ilse nahm die Herausforderung an. Er sagt: „Sebastian wollte sich etwas rausnehmen. Zudem gab es ja nach unserem Rückzug aus der Kreisliga im vergangenen Jahr einen Umbruch.“ Einige ältere Spieler hatten aufgehört und der DSC wollte auf jüngere Leute bauen. „Deshalb hat es unser neuer Trainer Sebastian Lehne auch unterstützt, dass es einen jüngeren Kapitän gab“, so Ilse weiter, der bereits mit 17 Jahren seine ersten Begegnungen im Dransfelder Herrenteam absolvierte.

Dass die neue Saison in der 1. Kreisklasse nicht leicht würde, war klar. Und tatsächlich: Nach erst vier im Herbst bestrittenen Punktspielen rangiert der DSC ganz am Ende der Staffel mit ihren nur neun Mannschaften. Ganze sechs Tore gelangen dem verjüngten Team, Justus Ilse erzielte zwei davon. Und das, obwohl er als Sechser vor der eigenen Abwehr nicht gerade zum Sturm gehört. Aber Justus Ilse ist laufstark, versucht von hinten heraus das Spiel zu organisieren und ist dann in der Offensive nicht selten zur Stelle, um den Gegner unter Druck zu setzen. „Eigentlich haben wir bisher gar nicht so schlecht gespielt“, meint er, aber wie beispielsweise beim 1:1 gegen Göttingen 05 haben wir uns bisher einfach nicht belohnen können. Ein Grund dafür war die fehlende Konstanz. Beim Gastspiel in Imbsen (1:3) enttäuschte der DSC beispielsweise in der ersten Halbzeit komplett, um dann nach dem Seitenwechsel einen guten Kampf zu liefern. Letztlich ging der DSC aber wieder einmal mit leeren Händen vom Platz.

Justus Ilse glaubt aber, dass sich die Mannschaft steigern wird. Der zweite Lockdown gehe ihm und seinen Mannschaftskameraden natürlich auf die Nerven. „Vor allem, weil man keinen echten sportlichen Ausgleich mehr habe und auch die gemeinsame Freizeitgestaltung abseits des Fußballplatzes für die DSC-Akteure nicht mehr stattfinden könne.

Umso mehr Zeit konnte Justus Ilse in den vergangenen Monaten seiner Masterarbeit an der Uni Göttingen widmen. Dort studierte er Agrarwissenschaften, was nahe liegend war, denn seine Familie betreibt in Varmissen einen landwirtschaftlichen Betrieb. „Im Sommer, während der Ernte, muss ich deshalb manchmal auf eine Trainingseinheit pro Woche verzichten“, so Ilse, „aber ansonsten bekomme ich beides ganz gut organisiert.“ Manuel Brandenstein

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