Mengeringhausen 4:4 bei SG Neuental

Irres TuSpo-Spiel mit Gutmann-Happy-End

Traf doppelt: Dominik Lüdtke.
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Traf doppelt: Dominik Lüdtke.

Acht Treffer, irre Wendungen, ein ganz später Ausgleich: Das 4:4 (0:1) des TuSpo Mengeringhausen bei der SG Neuental/Jesberg bot alles, was Fußball hergibt.

Mit 0:2 lagen die Waldecker beim Gruppenliga-Aufsteiger zurück, drehten die Partie, um in der 90. Minute das 3:4 zu kassieren – und in der vierten Minute der Nachspielzeit durch Spielertrainer Andre Gutmann doch noch das Remis zu holen.

„Mit der Moral sind wir hundertprozentig zufrieden“, sagte Gutmanns Trainer-Kollege Oliver Hintschich nach der aufreibenden Partie. „Man kann den Hut davor ziehen, dass wir hier immer wieder den Kopf hochbekommen haben.“ Freilich monierte der Coach auch „erhebliche Fehler in der Abwehr“.

Die Gäste machten das Toreschießen den Gastgebern zu leicht. Sie mussten aber auch das frühe Verletzungs-Aus von Rechtsverteidiger Luca Lüther verkraften; für ihn kam Dennis Jakob, der in der ausgeglichenen ersten Hälfte die erste gute Chance des TuSpo mit einem Schuss an den Außenpfosten setzte (28.).

Ein Tor hätte den Ausgleich bedeutet, denn der dreifache Torschütze Steffen Schmidt hatte die SG sechs Minuten vorher im Nachschuss nach vorn gebracht, nachdem ein Abschlag des TuSpo sofort zurückgekommen war. Der nächste Nackenschlag: Bastian Schade bekam den Ball an den angelegten Arm, Schiedsrichter Baumann gab Strafstoß. „Den muss man geben wollen“, sagte Hintschich sarkastisch; Marcel Dörrbecker verwandelte kühl (50.).

TuSpo kommt zurück

Der TuSpo schüttelte sich und kam sensationell zurück. Adam Sek nach einem langen Ball aus der Abwehr (54.) und Dominik Lüdtke, der erst die Vorarbeit von Sek und Kevin Jäger verwertete (67.) und dann nach einem Einwurf in den Fuß herrlich einen Heber versenkte (75.) drehten die Partie. Die nächste Wendung zehn Minuten später, nach einem Angriff über rechts und Hereingabe fast von der Grundlinie musste Schmidt zum 3:3 nur den Fuß hinhalten. Dann sogar das 4:3, als die TuSpo-Abwehr zu weit aufgerückt war – Schmidt traf nach Diagonalball (89.).

Der Gast steckte nicht auf. Lüdtke vergab den Ausgleich, weil er lieber Sek suchte statt abzuschließen. Schließlich: Ein langer Ball von Simon Schwechel fand den eingewechselten Gutmann, der seinen Gegenspieler stehen ließ und ins lange Eck anschloss. Fußball verrückt.  mn

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