Ismailcan Usta aus Frankenberg auf dem Sprung

Auf dem Sprung: Der Frankenberger Ismailcan Usta wechselt im Sommer in das Nachwuchszentrum des 1. FC Nürnberg. Foto: ms

Frankenberg. Er hat geschafft, wovon viele Jungen in seinem Alter träumen: Der Frankenberger Ismailcan Usta wechselt im Sommer 2015 in das Bundesliga-Nachwuchszentrum des 1. FC Nürnberg.

Der 15-Jährige, der derzeit noch für die TSG Wieseck in der B-Jugend Hessenliga spielt, wird ab August im Sportinternat wohnen und mit dem FCN in der B-Jugend Bundesliga Süd kicken.

„Ich sehe in Nürnberg große Chancen, mich sportlich und persönlich weiter zu entwickeln. Ich bekomme Schule und Fußball dort besser unter einen Hut“, so Ismailcan, der von seinen Kumpels nur „Isi“ genannt wird. „Außerdem war es mir wichtig, dass ich meine Eltern entlaste“, ist sich „Isi“ der hohen Belastung bei vier wöchentlichen Fahrten in den Gießener Stadtteil bewusst.

Nicht nur die Fahrten zur TSG nach Wieseck mussten seine Eltern stemmen, Ismailcan spielte auch in der Marburger Regionalauswahl sowie in der U 15-Hessenauswahl, die in Grünberg regelmäßig Lehrgänge absolviert.

Bei Auswahl entdeckt

Die Hessenauswahl diente dem Frankenberger als Sprungbrett, um mit den Nachwuchsleistungszentren der Bundesligisten in Kontakt zu treten. So entstand auch der Kontakt zum 1. FC Nürnberg, dessen Scouts den talentierten Linksfuß beim DFB-Sichtungsturnier im Juli an der Sportschule Duisburg-Wedau entdeckten und zum Probetraining einluden.

„Das Training war dann in den Winterferien“, erinnert sich Ismailcan gern an die erste Einheit in Nürnberg zurück. „Auch wenn ich mit Jungs trainiert habe, die ein Jahr älter waren als ich, war der Unterschied gar nicht so groß“, sieht der B-Jugendliche durchaus Chancen, in die Mannschaft hinein zu kommen.

Ebenso gern wie an das erste Training erinnert sich „Isi“ aber auch an das Turnier, bei dem die Scouts auf ihn aufmerksam wurden. „Wir kamen aus vielen verschiedenen Vereinen und es war schwer, einen Teamgeist zu entwickeln. Im Turnierverlauf haben wir uns richtig gut zusammengefunden, gut gespielt und schlussendlich konnten wir das Turnier sogar gewinnen“, schwärmt er von einem Erfolg, der einer Hessenauswahl zuletzt vor 20 Jahren geglückt war.

Neben den Herausforderungen in der Hessenauswahl, hat für Ismailcan sein jetziger Trainer Swen Bulut maßgeblichen Anteil an seiner Entwicklung: „Er hat mich in meinem Handeln immer bestärkt und ich konnte unter ihm den größten Leistungssprung machen“, so der Jungkicker, der neben der TSG auch schon beim VfB Marburg, dem VfB Gießen und im Kindesalter für den TSV Viermünden/Schreufa gespielt hat.

Auf die Frage nach seinen Stärken antwortet der zukünftige Nürnberger: „Ein guter linker Fuß und eine gute Spielübersicht“, so der Freistoßspezialist, der aber auch seine Schwächen kennt: „An meinem rechten Fuß und meinem Körper muss ich auf jeden Fall noch arbeiten“, so Ismailcan, der neben den Trainingseinheiten in Wieseck, selbstständig Lauf- und Krafttraining gemacht hat.

Für den eingefleischten Galatasaray-Istanbul-Fan stellt der Umzug in das Internat keine große Herausforderung dar. „Ich bin ein selbstständiger Mensch. Ich denke nicht, dass der Umzug mir Probleme bereitet“, so der Edertalschüler, der im Sommer die elfte Klasse abschließt.

Von Saskia Mann

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